Afterjucken (Pruritus ani) – Medikamentöse Therapie

Therapieziele

  • Linderung des Juckreizes
  • Behebung der Ursache

Therapieempfehlungen

  • Symptomatische Therapie: Wirkstoffe zur topischen Anwendung  (s. u.)
  • Spezifische Therapie: z. B. Antibiotika, Antimykotika (Antipilzmittel), Anthelminthika (Wurmmittel), Chemotherapeutika etc.
  • Im Intervall Verwendung pflegender Cremes, um eine Okklusivsituation (luft- und wasserundurchlässige Abdecken von Hautarealen) zu vermeiden.

Wirkstoffe (Hauptindikation) zur topischen Anwendung

Wirkstoffgruppe Wirkstoffe
Glucocorticoide Dexamethason, Hydrocortison
Calcineurininhibitoren Tacrolimus
Cannabinoidagonist Palmitoylethanolamin
Capsaicin Capsaicincreme (0,025-0,075 %)
Menthol Menthol 3 %
Urea (Harnstoff) Urea-Creme (3-5 %)

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für die Darmgesundheit sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:

  • Vitamine (A, E, D3)
  • Mineralstoffe (Calcium)
  • Weitere Vitalstoffe (Probiotische Kulturen: Laktobazillen, Bifidobakterien)

Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.

Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

Leitlinien

  1. S1-Leitlinie: Analer Pruritus. (AWMF-Registernummer: 013-063), August 2009 Langfassung