Scheidenkrampf (Vaginismus) – Therapie

Allgemeine Maßnahmen

  • Begrenzter Alkoholkonsum (max. 12 g Alkohol pro Tag)
  • Normalgewicht anstreben!
    Bestimmung des BMI (Body-Mass-Index, Körpermasse-Index) bzw. der Körperzusammensetzung mittels der elektrischen Impedanzanalyse:
    • BMI ≥ 25 → Teilnahme an einem ärztlich betreuten Abnehmprogramm
    • Unterschreitung der BMI-Untergrenze (ab dem 45. Lebensjahr: 22; ab dem 55. Lebensjahr: 23; ab dem 65. Lebensjahr: 24) → Teilnahme an einem ärztlich betreuten Programm für Untergewichtige
  • Vermeidung psychosozialer Belastungen:
    • Seelische Konflikte
    • Soziale Isolation
    • Stress

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • Ggf. Therapie einer urogenitalen Infektion 
  • Verwendung eines Vaginaltrainers. Dabei handelt es sich um Stäbe, die es in verschiedenen Größen gibt. Diese sollen in die Vagina eingeführt werden, um so zu trainieren, die Kontrolle über die Vaginalmuskulatur zu erlangen.

Psychotherapie

  • Eine Sexualtherapie sollte durchgeführt werden, um die genaue Ursache zu ergründen. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Sexualtherapie den hohen Leistungsdruck, der häufig in diesen Beziehungen herrscht, vermindern und zum Abbau von Scham und Angst führen kann. Ziel ist die systematische Desensibilisierung und kognitive Umstrukturierung.
    Des Weiteren kann eine professionelle Sexualtherapie beim Vaginismus helfen, ein besseres Körpergefühl zu erlangen. So kann die Frau ihren Körper besser verstehen und ihn kontrollieren.
    Außerdem kann mithilfe der Paar-Therapie die Kommunikation in der Partnerschaft verbessert werden.
  • Detaillierte Informationen zur Psychosomatik (inkl. Stressmanagement) erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
  • Vaginismus Selbsthilfe
    Internet: www.vaginismus-selbsthilfe.de