Kleinwuchs – Symptome – Beschwerden

Folgende Symptome und Beschwerden können gemeinsam mit Kleinwuchs auftreten:

Leitsymptom
Diese Leitsymptome lenken den Verdacht auf Kleinwuchs und werden oft zuerst bemerkt:

  • Körpergröße unter der 3. Perzentile: Eine Körpergröße, die deutlich unter dem Durchschnitt liegt und bei der Messung unter die 3. Perzentile fällt. Dies bedeutet, dass die Körpergröße geringer ist als bei 97 % der gleichaltrigen Kinder und Jugendlichen.

Hauptsymptome (primäre Symptome)
Diese Hauptsymptome prägen das klinische Bild von Kleinwuchs:

  • Verzögerte Pubertät: Ein verspäteter Beginn der Pubertät, der häufig mit Kleinwuchs einhergeht. Kinder mit Kleinwuchs erreichen die Pubertät oft später als ihre Altersgenossen, was zu zusätzlichen Wachstumsverzögerungen führen kann.

Begleitsymptome (sekundäre Symptome)
Diese Begleitsymptome sind weniger charakteristisch und können auf Komplikationen hinweisen:

  • Haltungsanomalien: Abweichungen in der Körperhaltung; treten bei etwa 20-40 % der Betroffenen, bedingt durch die geringe Körpergröße, auf
  • Rückenschmerzen: Verursacht oder verstärkt durch die ungleichmäßige Belastung des Körpers bei Kleinwuchs; treten bei etwa 30-50 % der Betroffenen auf
  • Hypoglykämie bei Säuglingen: Ein niedriger Blutzuckerspiegel, der besonders bei Säuglingen mit Kleinwuchs auftreten kann. Hypoglykämie ist ein ernstes Symptom, das frühzeitig erkannt und behandelt werden muss, um Komplikationen zu vermeiden.

Je nach zugrunde liegender Ursache des Kleinwuchses können weitere Symptome auftreten, die in den jeweiligen Differentialdiagnosen beschrieben sind.

Beachte: Von Bedeutung ist das longitudinale Wachstum. Es stellen sich folgende Fragen:

  • Ist die Wachstumsgeschwindigkeit niedrig?
  • Wächst das Kind immer weiter aus den Perzentilen heraus?