Bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung) – Körperliche Untersuchung

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße; des Weiteren:
    • Inspektion (Betrachtung)
      • Haut, Schleimhäute und Skleren (weiße Teil des Auges) [Symptom einer depressiven Episode: vermehrtes Schwitzen]
    • Inspektion und Palpation (Abtasten) der Schilddrüse 
    • Auskultation (Abhören) des Herzens [wg. möglicher Folgeerkrankungen: Herzrhythmusstörungen]
    • Untersuchung der Lunge 
    • Palpation (Abtasten) des Abdomens (Bauch) 
  • Neurologische Untersuchung
    [
    wg. Differentialdiagnosen:
    • Demenz (Morbus Pick: ab dem 60. Lebensjahr auftretende neurodegenerative Erkrankung im frontotemporalen Bereich des Gehirns/frontotemporale Demenz, FTD)
    • Epilepsie
    • Multiple Sklerose (MS) mit Enzephalopathie (Gehirnveränderungen)]
    [wg. möglicher Folgeerkrankungen:
    • Kopfschmerzen
    • Migräne]
  • Psychiatrische Untersuchung
    [wg. Differentialdiagnosen:
    • Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS)
    • Depression
    • Emotional-instabile Persönlichkeits-Störung
    • Komplexe Impulskontroll-Störungen
    • Persönlichkeitsstörung, nicht näher bezeichnet
    • Schizoaffektive Störung – psychische Störung, die Symptome der Schizophrenie und der bipolaren affektiven Störung (manisch-depressiven Störung) in sich vereint
    • Schizophrenie – schwere psychische Erkrankung, die durch Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität gekennzeichnet ist
    • Substanzabhängigkeit, nicht näher bezeichnet]
    [wg. möglicher Folgeerkrankungen:
    • Angststörungen
    • Impulskontrollstörungen wie Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen oder ADHS
    • Substanzmissbrauch/-abhängigkeit]
  • Gesundheitscheck 

In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.