Die Ursachen für die physiologische Halitosis finden sich direkt im Mund. Der üble Geruch kommt vom Zungenrücken oder von konsumierten Nahrungs- und Genussmitteln, wie Knoblauch oder Alkohol.
Eine pathologische Halitosis kann sowohl orale – den Mund betreffende – als auch extraorale – außerhalb des Mundes liegende – Ursachen aufweisen.
Orale Ursachen
- Candidiasis (Soor)
- Infektionen – Gingivitis (Zahnfleischentzündung), Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Parodontitis (Erkrankung des Zahnhalteapparates)
- Karies (Zahnfäule)
- Mundatmung, Schnarchen – führt zur Mundtrockenheit
- Offene Wurzelkanäle
- Pathologische Prozesse innerhalb der Mundhöhle – z.B. Abszesse, Tumoren
- Pemphigus – blasenbildende Hauterkrankung
- Schlechte Mundhygiene
- Ungepflegte Prothesen
- Xerostomie (Mundtrockenheit)
- Zahnfleischveränderungen – z.B. Nekrosen (Absterben von Gewebe), gingivale Fibromatose (gutartige Vermehrung des Bindegewebes)
- Zungenbelag
Extraorale Ursachen
- Mundgeruch aus dem Atmungstrakt
- Mundgeruch aus dem Hals-, Nasen- und Ohrenbereich – z.B. chronische Tonsillitis (Mandelentzündung), chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
- Mundgeruch aus dem Verdauungstrakt – z.B. langes Nüchternbleiben
- Mundgeruch durch Allgemeinerkrankungen – z.B. Diabetes mellitus, Urämie (Harnvergiftung), Leberzirrhose (Schrumpfleber), eitrige Bronchitis, Pneumonie (Lungenentzündung), Magen-Darm-Erkrankungen, Tumoren
In 85-90 % aller Fälle ist die Ursache für den Mundgeruch der bakterielle Abbau von organischem Material in der Mundhöhle.
Die Bakterien verstoffwechseln vor allem Proteine und scheiden als
Stoffwechselendprodukt übel riechende Schwefelverbindungen aus – z.B. Schwefelwasserstoff (H2S), Cadaverin und Methylmercaptan.
Zu 41 Prozent liegt die Ursache für Mundgeruch auf der Zunge, wo sich bis zu 60 Prozent aller in der Mundhöhle existierenden Bakterien befinden. An nächster Stelle steht die Zahnfleischentzündung mit einer Häufigkeit von 31 Prozent sowie die Parodontitis, welche bei 28 Prozent der Patienten die Ursache für den Mundgeruch darstellt.
Raucher weisen ebenfalls einen typischen Mundgeruch auf, der als Smoker´s breath bezeichnet wird und durch die Bestandteile des Tabaks verursacht wird.
Des Weiteren haben Raucher ein hohes Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln, welche ebenfalls Mundgeruch verursacht.
Verhaltensbedingte Ursachen
- Genussmittelkonsum
- Tabak (Rauchen) - Mundatmung – führt zur Mundtrockenheit
- Schlechte Mundhygiene*
- Schnarchen – kann ebenfalls zur Mundtrockenheit führen
- Zungenbelag
Krankheitsbedingte Ursachen
- Allgemeinerkrankungen – z. B. Diabetes mellitus, Urämie, Leberzirrhose, eitrige Bronchitis, Pneumonie, Magen-Darm-Erkrankungen, Tumoren
- Candidiasis
- Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen – z. B. chronische Tonsillitis, chronische Sinusitis
- Infektionen – Gingivitis, Stomatitis, Parodontitis
- Karies
- Pathologische Prozesse innerhalb der Mundhöhle – z.B. Abszesse, Tumoren
- Pemphigus – blasenbildende Hauterkrankung
- Schnarchen – führt zur Mundtrockenheit
- Xerostomie (Mundtrockenheit)
- Zahnfleischveränderungen – z.B. Nekrosen, gingivale Fibromatose
Medikamente
Einige Medikamente führen direkt oder indirekt durch Erzeugung einer Xerostomie (Mundtrockenheit) zu Mundgeruch.
Folgende Medikamente können die Speichelproduktion hemmen und so zu Mundgeruch führen
- Antiadiposita, Anorektika – Appetitzügler
- Antiarrhythmika – bei Herzrhythmusstörungen
- Antidepressiva – bei Depressionen
- Antiepileptika – bei einer Epilepsie
- Antihistaminika – Histaminwirkungen
- Antihypertonika – blutdrucksenkend
- Antiparkinsonmittel – bei Parkinson-Krankheit
- Anxiolytika, Ataraktika – angstlösend
- Diuretika – harntreibend
- Hypnotika – Schlafmittel
- Muskelrelaxantien – muskelkrampflösend
- Neuroleptika – bei Psychosen
- Sedativa – Beruhigungsmittel
- Spasmolytika – krampflösend
Des Weiteren kann die Einnahme schwefelhaltiger Medikamente – z.B. Disulfiram oder Dimethylsulfoxid – zu Mundgeruch führen.











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