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Virtuelle Koloskopie (Darmspiegelung)

Die Koloskopie bezeichnet die Spiegelung des Dickdarmes mit einem Endoskop. Dies ist ein dünnes, flexibles, schlauchförmiges Instrument mit integrierter Lichtquelle.

Die virtuelle Koloskopie hingegen bezeichnet ein bildgebendes Untersuchungsverfahren, bei dem mit Hilfe der Computertomographie (CT) Bilder des Kolons (Dickdarmes) angefertigt werden, die dann durch eine computergesteuerte Bearbeitung eine virtuelle Passage des Dickdarmes zulassen.

Die virtuelle Koloskopie kann auch mit der Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden. Diese Methode ist bislang noch nicht so aussagekräftig wie die mittels der Computertomographie (CT) durchgeführte Untersuchung, da die Bildauflösung derzeit noch nicht ausreichend ist.

Das Verfahren

Bei der virtuellen Koloskopie werden vom Abdomen (Bauchraum) des Patienten CT-Bilder angefertigt. Diese werden anschließend durch ein Computerprogramm bearbeitet, sodass eine dreidimensionale Passage des Darmes zu sehen ist.

Nachteil dieser Untersuchung im Vergleich zur konventionellen Koloskopie ist, dass bei einem sichtbaren Befund zusätzlich eine konventionelle Koloskopie durchgeführt werden muss, da bei der virtuellen Form keine Intervention wie das Abtragen von Polypen durchgeführt werden kann.

Des Weiteren wird bei der virtuellen Koloskopie Röntgenstrahlung eingesetzt. Die Belastung durch diese Untersuchung liegt etwa im Bereich der natürlichen Strahlenbelastung eines Jahres.

Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und wird im Liegen durchgeführt.
Der Darm muss wie bei der herkömmlichen Form der Darmspiegelung sehr sauber sein, weshalb der Patient vor der Untersuchung mit Hilfe von Trinklösungen ein bis zwei Tage abführen muss.

Die virtuelle Koloskopie wird bei folgenden Krankheiten bzw. Gesundheitsrisiken durchgeführt:

  • Darmpolypen bzw. polypöse Erkrankungen des Kolons
  • Kolonkarzinom (kolorektales Karzinom; Darmkrebs)

Die virtuelle Koloskopie ist eine relativ neue Untersuchungsmethode, die sich im Bezug auf die Sensitivität zur Erkennung von Veränderungen des Dickdarms noch abschließend beweisen muss. 


     
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