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Sport in der Schwangerschaft

Frauen, die sich schon vor der Schwangerschaft sportlich betätigt haben, leiden häufig weniger unter den schwangerschaftstypischen Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Rückenschmerzen, Krampfadern und Wassereinlagerungen (Ödeme). Sportlich aktive Frauen sind den Belastungen während der Schwangerschaft sowie bei der Geburt, das heißt den Wehen, besser gewachsen.

Regelmäßige Bewegung steigert den Sauerstoffgehalt im Körper und trägt zu einer optimalen Durchblutung der Plazenta bei. Somit werden die Funktionen der Organe unterstützt und das ungeborene Kind profitiert davon in Form einer besseren Versorgung mit Sauerstoff sowie Nähr- und Vitalstoffen (Makro- und Mikronährstoffen).
Des Weiteren werden vermehrt schmerzstillende Glückshormone (Endorphine) ausgeschüttet. Die Konzentration dieser körpereigenen Opiate steigt sowohl im Blut der Mutter als auch im Blut des Fetus an. Sie haben vielerlei positive Wirkungen [14.4.].

Vermehrte Endorphin-Ausschüttung – Wirkung auf den Körper

  • Schmerzhemmend
  • Beruhigend und angstlösend
  • Verschaffen eine wohlig-glückliche Stimmung
  • Regen den Schlaf an
  • Erhöhen die Wahrnehmung

Um das ungeborene Kind nicht mit einer zu hohen Temperatur zu gefährden, sollte die Körpertemperatur der Schwangeren während des Trainings am Land nicht 39,2 °C und im Wasser nicht 38 °C überschreiten. Außerdem dürfen sich Schwangere nicht zu großen körperlichen Belastungen aussetzen. Sportartengwie Reiten, Ski laufen, Bergsteigen, Jogging oder Step-Aerobic, stauchen die Gelenke und führen schnell zu Erschöpfungserscheinungen. Die Gefahr eines Sturzes oder einer spontanen Plazenta-Ablösung ist sehr hoch [14.4.].

Während der Schwangerschaft sind vorrangig sportliche Aktivitäten mit sanften und langsamen Bewegungsabläufen zu empfehlen, wie zum Beispiel Yoga, Spazieren gehen, Schwimmen und Wassergymnastik. Solche Übungen fördern die Geschmeidigkeit und Beweglichkeit der Gelenke, lösen Verspannungen und verbessern die Muskelelastizität. Besonders vorteilhaft ist das Training im Wasser. Es trägt die erhöhte Körpermasse der Schwangeren und vermittelt ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Rückenschmerzen werden entgegengewirkt, indem die gesamte Muskulatur des Rückens im Wasser gelockert und zugleich gekräftigt wird [14.4.].
Yoga ist ebenfalls in der Schwangerschaft überaus sinnvoll, da sanfte Dehnungsübungen mit einer kontrollierten Atmung verbunden werden. Damit eignet sich autogenes Training gut zur Geburtsvorbereitung. Das kontrollierte Atmen hilft der Mutter während der Wehen zu entspannen. Auch die Entbindung kann durch richtiges Atmen weitaus weniger schmerzhaft sein.
Regelmäßiges Training mit gemäßigter Intensität während und nach der Schwangerschaft kann sich demzufolge sehr vorteilhaft auf den Schwangerschafts- sowie Geburtsverlauf auswirken. Nach der Schwangerschaft sollten Frauen insbesondere Beckenbodenübungen bevorzugen, da diese den Rückbildungsprozess unterstützen und den Beckenboden kräftigen [14.4.].

Schwangere sollten folgendes beim Sport beachten:

  • Nicht bis zur Erschöpfung Sport treiben
  • Nicht in zu kalten beziehungsweise zu warmen Umgebungen trainieren
  • Nicht bis zur Überhitzung trainieren
  • Nicht länger als eine Stunde am Stück Sport treiben
  • Zu hohe Intensitäten und gewichtsbelastende Übungen, wie Reiten, Ski laufen, Bergsteigen, Jogging oder Step-Aerobic, meiden
  • Keine schweren Gegenstände oder Gewichte heben
  • Saunagänge, Baden sowie zu heißes Duschen meiden
  • Während und nach der sportlichen Aktivität sollten Schwangere viel Trinken, um Überhitzung vorzubeugen und den Körper nicht austrocknen zu lassen
  • Dehnungsübungen vor und nach dem Training [14.4.].

Literatur

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    Ernährungsmedizin.
    Kapitel 17, 224-230
    Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1999
  2. Biesalski, H. K., Grimm, P.
    Taschenatlas der Ernährung.
    294-298
    Georg Thieme Verlag; Stuttgart/New York 1999
  3. Biesalski, H. K.; Köhrle, J.; Schümann, K.
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    Kapitel 1 - 26, 3 - 209 (3.1.), 44, 269-277 (3.2.)
    Georg Thieme Verlag; Stuttgart/New York 2002
  4. Dietl, H.; Ohlenschläger, G.
    Handbuch der Orthomolekularen Medizin.
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    Karl F. Haug Fachbuchverlag; September 2004
  5. Franz, G.
    10 Fragen in der Ernährungsdiskussion. 4
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    Nahrungsergänzungsmittel.
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    Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2001
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    Kapitel 2, 99-101
    Springer-Verlag Berlin Heidelberg; 1998
  8. Huth, K., Kluthe, R.
    Lehrbuch der Ernährungstherapie.
    Kapitel 3, 106-125
    Georg Thieme Verlag Stuttgart New York, 1995
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    Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Heidelberg GmbH & Co. KG; 2002
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    Ernährungsmedizin und Diätetik.
    Kapitel 15, 419-422
    Urban & Fischer Verlag; München/Jena 2000
  11. Lenaz, G., Fato, R., Castelluccio, C., Genova, M. L., Bovina, C., Estornell, E., Valls, V., Pallotti, F., Rarenti Castelli, G.
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    Praxis der Orthomolekularen Medizin.
    Kapitel 10, 199-206
    Hippokrates Verlag GmbH; Stuttgart 2000
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    Aktuelles Interview: Coenzym Q10.
    Ernährungsumschau 10: B47-B48 (1994)
  14. Schmidt, Dr. med. Edmund, Schmidt, Nathalie
    Leitfaden Mikronährstoffe. Kapitel 2, 96-228 (14.1.), 230-312 (14.2.), 318-339 (14.3.), 3, 370-400 (14.4.)
    Urban & Fischer Verlag; München, Februar 2004
     
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