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Einleitung
Zollinger-Ellison-Syndrom

Beim Zollinger-Ellison-Syndrom (Synonyme: Gastrinome; MEN; Multiple endokrine Neoplasie (MEN) Typ I; ICD-10: E16.4 – Abnorme Gastrinsekretion) handelt es sich um eine Neubildung, die zu vermehrter Gastrinproduktion führt und deshalb auch Gastrinom genannt wird.
Gastrin ist ein Hormon, welches in der Schleimhaut des Magens gebildet wird. Durch einen Nahrungsreiz wird seine Produktion angeregt. Das Gastrin  wiederum regt die Produktion von Magensäure an.

Das Gastrinom ist häufig im Pankreas (Bauchspeicheldrüse) lokalisiert (≈ 80 %).
Es kann ein benigner (gutartiger) Tumor sein, häufiger ist es jedoch maligne (bösartig; bis 70 %). Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung sind schon bei 50 % der Betroffenen Metastasen (Tochtergeschwülste) aufgetreten.

Das Gastrinom ist bei 25 % der Patienten genetisch bedingt und tritt dann im Rahmen einer Multiplen endokrinen Neoplasie (MEN) Typ I auf. Das MEN-I-Syndrom ist eine Erkrankung, die zu verschiedenen endokrinen Tumoren führt: die drei Ps pituitary (englisch für Hypophyse = Hirnanhangsdrüse), Pankreas (Bauchspeicheldrüse), Parathyreoidea (Nebenschilddrüse).

Das Erkrankungsalter liegt zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr.


     
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