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Prävention
Morbus Crohn (Enteritis regionalis)

Zur Prävention von Morbus Crohn muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.

Verhaltensbedingte Risikofaktoren

  • Ernährung
    - Nahrungsbestandteile
    , insbesondere erhöhter Gebrauch von raffinierten Kohlenhydraten – weißer Zucker, Weißmehlprodukte
    - Geringer Ballaststoffverzehr
    - Hoher Konsum chemisch aufbereiteter Speisefette
    - Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Mikronährstofftherapie
  • Genussmittelkonsum
    Tabak 
    (Rauchen) –
    Raucher haben ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko
    Weiterhin haben Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft rauchten, ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko wie Kinder von nicht rauchenden Müttern
  • Psycho-soziale Situation
    -
    Konfliktsituationen
    -
    Stress – kann zum Auftreten erneuter Schübe führen [1]
  • Hygienesituation – regelmäßiger Kontakt mit Stalltieren oder ihren Ausscheidungsprodukten im ersten Lebensjahr ist statistisch mit einer Halbierung des Risikos assoziiert, bis zum 18. Lebensjahr an Morbus Crohn zu erkranken (Hypothese: mangelnde Konfrontation mit Parasiten und mikrobiellen Toxinen erhöht das Risiko zur "Fehlprogrammierung" des Immunsystems und führt so zu Autoimmunerkrankungen)
    Quelle: Professor Sibylle Koletzko vom Dr. von Hauner'schen Kinderspital der Universität München
Umweltbelastung – Intoxikationen (Vergiftungen)
  • Umweltfaktoren – Einfluss von Bakterien, Viren sowie Toxine, die zu Infektionen sowie Entzündungen der Darmschleimhaut führen [2]

Weitere Risikofaktoren

  • Barrierestörung – eine weitere These besagt, dass es möglicherweise eine Barrierestörung zwischen Darmlumen und Organismus bei einigen Morbus Crohn-Patienten gibt. Dadurch können Darmbakterien in die Darmwand eindringen und dort zu Entzündungen führen, was die Darmwand weiter schädigt.
  • Zytokine werden von allen Zellen in der Darmwand produziert, wirken auf das mukosale Immunsystem ein und sind – indem sie inflammatorische Prozesse fördern – wesentlich an den klinischen Symptomen, wie der Fibroseentwicklung, dem Ödem, dem Fieber, Gewichtsverlust sowie Untergewicht, beteiligt. Zytokine aktivieren neutrophile Granulozyten, die in der Folge aus dem Kapillarbereich auswandern und in hoher Zahl in die Darmwand gelangen. Dort setzen sie vermehrt Eicosanoide (Entzündungsmediatoren) frei, schädigen die Darmschleimhaut und erhöhen das Infektionsrisiko [1].
Literatur
  1. Biesalski, H. K.; Köhrle, J.; Schümann, K.
    Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Kapitel 378-391
    Georg Thieme Verlag; Stuttgart/New York 2002
  2. Schmidt, Dr. med. Edmund, Schmidt, Nathalie
    Leitfaden Mikronährstoffe. Kapitel 1, 48-86 (6.1.), 2, 96-228 (6.2.), 230-312 (6.3.),
    318-339 (6.4.), 5, 500-512 (6.5.), 7, 640-649 (6.6.)
    Urban & Fischer Verlag; München, Februar 2004
     
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