1. Ordnung
Je nach Größe und Eindringtiefe des Tumors kann eine Magenteilresektion (Magenteilentfernung; oft auch als Magenresektion bezeichnet) oder eine vollständige Magenentfernung (Gastrektomie) indiziert sein.
Bei der Gastrektomie handelt es sich um ein operatives Verfahren zur vollständigen Entfernung des Magens. Wird nur ein Teil des Magens entfernt, so spricht man von einer Magenresektion bzw. Magenteilresektion.
Nach Entfernung des Magens oder eines Magenteils wird der Ösophagus (Speiseröhre) mit dem verbleibenden Magenanteil oder dem Duodenum (Zwölffingerdarm) vernäht, um eine Nahrungspassage weiterhin zu ermöglichen.
Man kann mehrere Verfahren bei verschiedenen Indikationen unterscheiden
- Antrumresektion – Entfernung des letzten Magenabschnitts vor dem Übergang in das Duodenum (Zwölffingerdarm)
- Billroth-I-Resektion – Teilentfernung des Magens; nachfolgende Anastomose (Verbindung) zwischen dem Magenrest und dem Duodenum (Zwölffingerdarm)
- Billroth-II-Resektion – Teilentfernung des Magens; nachfolgende Anastomose (Verbindung) zwischen dem Magenrest und dem Jejunum (Leerdarm); der vorgeschaltete Darmanteil endet blind und wird mit dem abführenden Jejunum-Anteil verbunden
- Roux-Y-Resektion – Rekonstruktionsverfahren nach Gastrektomie; Anastomose (Verbindung) zwischen Magenrest und Jejunum (Leerdarm); das Duodenum (Zwölffingerdarm; physiologisch vorgeschaltet) wird ebenfalls mit dem Jejunum verbunden (sogenannte End-zu-Seit-Anastomose)
- Totale Gastrektomie – totale Magenentfernung
Komplikationen/Folgekrankheiten
- Blutungen
- Infektionen
- Wundheilungsstörungen
- Narbenhernie – Bauchwandbruch im Bereich der Operationsnarbe
- Nahtinsuffizienz – Unfähigkeit der Naht, die Gewebe zu adaptieren
- Dumping-Syndrom (Postgastrektomie-Syndrom)
- Anastomosenstenose – Verengung der Verbindungsnaht
- Anastomosenulkus – Bildung von Geschwüren im Bereich der Verbindungsnaht
- Thromboembolie – Verschluss einer Lungenarterie durch einen Blutpfropf
- Pneumonie (Lungenentzündung)
- Malnutrition (Fehlernährung)
- Alkalische Refluxösophagitis – Entzündung der Ösophagusschleimhaut (Speiseröhrenschleimhaut)
- Eisenmangelanämie – Blutarmut durch Eisenmangel
Das Operationsrisiko beträgt bei einer Magenresektion, die in erfahrenen Zentren durchgeführt werden, unter fünf Prozent.











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