Bei der Dünndarmresektion (Synonym: Resektion des terminalen Ileums; ICD-10: K91.2 – Malabsorption nach chirurgischem Eingriff, anderenorts nicht klassifiziert) handelt es sich um ein operatives Verfahren zur Teilentfernung des Dünndarms.
Nach der Entfernung werden die Resektionsränder anastomosiert (verbunden). Wird mehr als drei Meter Dünndarm entfernt, so treten im Regelfall Malabsorptionssymptome auf. Malabsorption bedeutet, dass die Aufnahme von zuvor schon aufgespaltenen (vorverdauten) Nahrungsbestandteilen durch die Darmwand in die Lymph- oder Blutbahn (enterale Resorption) vermindert ist.
Bei gutartigen Erkrankungen wird nur der betroffene Bereich entfernt. Bei malignen (bösartigen) Tumoren jedoch werden zusätzlich die Lymphknoten dieses Bereiches entfernt.
Indikationen (Anwendungsgebiete)
- Dünndarmstenose (Dünndarmverengung)
- Fistelbildung – Bildung von unphysiologischen Gängen im Bereich des Dünndarms
- Morbus Crohn – chronisch-entzündliche Darmerkrankung; sie verläuft meist in Schüben und kann den gesamten Verdauungstrakt befallen; charakterisierend ist der segmentale Befall der Darmmukosa (Darmschleimhaut), das heißt es können mehrere Darmabschnitte befallen sein, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind
- Mesenterialinfarkt (Darminfarkt)
- Trauma (Verletzung) mit Dünndarmperforation (Eröffnung)
- Tumore
- Nekrotisierende Enterokolitis – bei Neugeborenen vorkommende Zerstörung des Darmes aufgrund von pathogenen Keimen
- Volvulus (Darmverschlingung)
Die Durchführung von Dünndarmresektionen ist bei Kindern weitaus kritischer zu betrachten als bei Erwachsenen, da sie operative Entfernungen schlechter tolerieren. Im Verhältnis zur Energiezufuhr mit der Nahrung und dem Energiebedarf weisen Kleinkinder eine geringere Länge des Dünndarms auf. Außerdem ist die für die Resorption zur Verfügung stehende Darmoberfläche bei Kindern kleiner.












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