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Prävention
Dünndarmentzündung (Enteritis)

Zur Prävention von Enteritis muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.

Verhaltensbedingte Risikofaktoren

  • Ernährung
    - Verzehr roher Lebensmittel
    z. B. Eier, Fleisch, Fisch (Salmonellen) oder verdorbener Lebensmittel, z. B. zu lange in warmer Umgebung stehen gelassener Kartoffelsalat
    - Sehr kalte Speisen
    - Bei Nahrungsmittelallergie – Verzehr Allergie-auslösender Lebensmittel wie Milch, Ei, Schokolade, Hefe, Nüsse, Käse, Fisch, Früchte, Gemüse
    - Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Mikronährstofftherapie
  • Genussmittelkonsum
    - Alkohol (Frau: > 40 g/Tag; Mann: > 60 g/Tag)

Krankheitsbedingte Risikofaktoren

  • Immunschwäche
  • Reduzierter Allgemeinzustand – z. B. Untergewicht

Medikamente

  • Antibiotika – eine nicht adäquate und ungezielte Antibiotika-Behandlung kann zu einer Verschiebung der Darmflora und damit in der Folge zu Enteritiden (Darmentzündungen) führen

Röntgenstrahlen Strahlentherapie bei Tumorerkrankungen

  •  Strahlenenteritis (strahlenbedingte Darmerkrankung)

Allgemeine Hygienemaßnahmen

Vor der Zubereitung frischer Lebensmittel müssen die Hände mindestens 30 Sekunden mit Wasser und Seife gewaschen werden!

Es gilt es weiteren, Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich zu waschen, zu schälen oder auch durchzugaren.
Diese Regel sollte insbesondere in fremden Ländern und bei unbekannter Herkunft der Lebensmittel eingehalten werden.

Rohkost muss immer – unabhängig von Ort und Herkunft – unter fließendem Wasser abgerieben werden, ggf. eine Gemüsebürste dazu verwenden. Kein Handtuch zum Abtrocknen verwenden, sondern ausschließlich Küchentücher aus Papier.

Nicht verwendet werden dürfen Schneidebretter aus Holz (wegen Risiko der Bakterienbesiedlung).


Zur Vermeidung von Salmonelleninfektionen können folgende Maßnahmen schützen: 
  • Arbeitsplatz regelmäßig mit heißem Wasser und Reinigungsmittel säubern
  • Hände beim Kochen mit heißem Wasser und Seife waschen
  • Häufiges Wechseln von Spülschwämmen und Geschirrtüchern
  • Nur frische rohe Eier verwenden, z. B. für Mayonnaise oder Tiramisu. Speisen, die Eier enthalten, sollten gekühlt aufbewahrt werden und möglichst bald verzehrt werden
  • Salate und Gemüse getrennt von Fleisch und Geflügel zubereiten
  • Spiegel- oder Rühreier sollten so lange erhitzt werden, bis das Eigelb geronnen ist, Frühstückseier mindestens fünf Minuten gekocht werden
  • Tiefgefrorenes Wild und Geflügel im Kühlschrank auftauen und ein Gefäß verwenden, welches sich leicht reinigen lässt, Auftauwasser sofort entsorgen

Primäre und sekundäre Prävention für Säuglinge und Kleinkinder 

  • Stillen (Muttermilch)
  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen (s. o.) inkl. Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln
  • Impfung gegen Rotaviren!
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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