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Folgeerkrankungen
Oxidativer Stress (freie Radikale)

Im Folgenden die wichtigsten Folgen, die durch oxidativen Stress mit bedingt sein können:

Freie Radikale – oxidativer Stress – schädigen:

  • Elastin (Faserprotein; wesentlicher Bestandteil von Sehnen und Bändern) [3]
  • Fettsäuren; Lipide, aus denen die Zellmembranen und andere Organellen wie Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) sowie Lysosomen gebaut werden [1, 2, 3] werden oxidiert, dieses wird als Lipidperoxidation bezeichnet
  • Kohlenhydrate [3]
  • Kollagen (Strukturprotein des Bindegewebes; wesentlicher Bestandteil der Haut) [3]
  • Mukopolysaccharide (Bestandteile des Bindegewebes; wesentlicher Bestandteil von Sehnen, Knorpeln und Gelenken) [3]
  • Proteine [2, 3] – Oxidation von Proteinen

Die Freien Radikale reagieren des Weiteren auch mit dem Zellkern und der Erbinformation (DNS). Das Ergebnis dieser oxidativen DNA-Schädigungen sind beispielsweise Punktmutationen – das sind Veränderungen der Erbinformationen – und Enzymstörungen, die zu erheblichen Störungen der Zellfunktionen und damit der Stoffwechselprozesse führen. Auch im Alter nehmen ROS-bedingte Mutationen zu. Davon betroffen sind insbesondere die Mitochondrien.

Freie Radikale – oxidativer Stress – erhöhen das Risiko für zahlreiche Erkrankungen:

Augen und Augenanhangsgebilde (H00-H59)

Blut, blutbildende Organe – Immunsystem (D50-D90)

  • Autoimmunerkrankungen, nicht näher bezeichnet 
  • Störungen des Immunsystems [1]

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E99)

  • Diabetes mellitus – Folgeerkrankungen wie diabetische Polyneuropathie, diabetische Nephropathie [1]

Herzkreislaufsystem (I00-I99)

Infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99) 

  • Entzündungen, nicht näher bezeichnet

Mund, Ösophagus (Speiseröhre), Magen und Darm (K00-K67; K90-K93)

Muskel-Skelett-System und Bindegewebe (M00-M99)

  • Rheumatische Erkrankungen [1]

Neubildungen – Tumorerkrankungen (C00-D48)

  •  Tumorerkrankungen [1]

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

Weiteres

Freie Radikale sind jedoch nicht nur schädliche Stoffwechselprodukte. Sie haben auch ihre guten Seiten: Sie dienen beispielsweise der Immunabwehr, denn Granulozyten (weiße Blutkörperchen) und Makrophagen (Fresszellen) machen sich die Wirkung der Freien Radikale zunutze, indem sie mit deren Hilfe Bakterien zerstören. Eine andere wichtige Rolle spielen die Freien Radikale wahrscheinlich bei der Apoptose – dem programmierten Zelltod – dieser ist wichtig für die körpereigene Unterdrückung von Tumorerkrankungen.

Literatur
  1. Biesalski, H. K.; Köhrle, J.; Schümann, K.
    Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. 50-56, 265-267, 269-278,
    312-348, 386-391, 651-662, 717-723

    Georg Thieme Verlag; Stuttgart/New York 2002
  2. Dietl, H.; Ohlenschläger, G.
    Handbuch der Orthomolekularen Medizin. 25-30, 79-87
    Karl F. Haug Fachbuchverlag; September 2004
  3. Schmidt, Dr. med. Edmund, Schmidt, Nathalie
    Leitfaden Mikronährstoffe. 13-88, 96-363, 370-382, 408-413,
    442-448, 499-512, 640-659
    Urban & Fischer Verlag; München, Februar 2004
     
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