Neben dem herkömmlichen Quecksilberthermometer gibt es folgende Alternativen:
- Digitale Thermometer
- Ohrthermometer
- Stirnthermometer
- Infrarot-Thermometer
Die mittlere oral gemessene Temperatur liegt bei 36,8 °C.
Die mittlere rektal gemessene Temperatur liegt bei 37,2 °C.
Die Temperaturerhöhung im Krankheitsfall dient der Beschleunigung körpereigener Stoffwechselvorgänge und fördert so die Abwehrreaktionen des Körpers.
Einteilung
- Subfebrile Temperatur – bis 38 °C
- Mäßiges Fieber – bis 39 °C
- Hohes Fieber – über 39 °C
Fiebertypen
Febris continua – kontinuierliches Fieber
- Das Fieber liegt bei circa 39 °C und schwankt um bis zu 1 °C im Tagesverlauf
- Es hält mehrere Tage an
- Tritt beispielsweise bei einer Lobärpneumonie (Lungenentzündung, die auf einen oder mehrere Lungenlappen beschränkt ist), einer Rickettsiose, Typhus, oder eine Tularämie auf.
Febris remittens – remittierendes Fieber
- Das Fieber schwankt am Tag um 1-2 °C, überschreitet jedoch auch dauerhaft die Normaltemperatur
- Tritt beispielsweise bei Tuberkulose (Schwindsucht) auf
Febris intermittens – intermittierendes Fieber
- Es wechseln sich Fieberspitzen mit Schüttelfrost mit Normal- und auch Untertemperatur ab, die Temperatur schwankt um mehrere °C täglich
- Tritt beispielsweise bei Sepsis (Blutvergiftung), Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) oder Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung) auf. Des Weiteren bei akuter Brucellose, Malaria, Salmonellose oder Miliartuberkulose.
Relapsfieber – Rückfall-Fieber oder Wechselfieber
- Kurze Fieberperioden werden von fieberfreien Tagen unterbrochen
- Tritt zum Beispiel bei der Malaria (tropische Infektionserkrankung) auf
Febris undulans – wellenförmiges Fieber (auch Pel-Ebstein-Fieber genannt)
- Das Fieber verläuft wellenförmig mit Fieberspitzen bis zu 40 °C
- Beispiele sind die Brucellose (bakterielle Infektionserkrankung) oder das Hodgkin-Lymphom (Synonym: Morbus Hodgkin oder Lymphogranulomatose; bösartige Erkrankung des lymphatischen Gewebes)
Doppelgipfliges Fieber
- Nach einigen fieberfreien Tagen tritt nach einem ersten Fiebergipfel eine zweite Fieberphase auf
- Tritt Beispiel bei Masern, Gelbfieber, Influenza (Grippe inkl. der pandemischen/aviären Influenza/Vogelgrippe bzw. der "neuen Grippe"/Schweinegrippe) oder Denguefieber auf.
Wann muss ein Kind mit Fieber zum Arzt?
Babys mit Fieber gehören grundsätzlich zum Kinder- und Jugendarzt. Ältere Kinder sollten ihm in folgenden Fällen vorgestellt werden:
- Das Fieber steigt über 38,5 Grad.
- Das Fieber besteht länger als drei Tage.
- Das Kind verweigert das Trinken, verliert Flüssigkeit und trocknet aus.
- Dem Kind geht es gut, aber das Erbrechen dauert länger als zwölf Stunden (wenn es dem Kind nicht gut geht, früher zum Arzt!)
- Dem Kind geht es gut, aber der Durchfall dauert länger als zwei Tage (wenn es dem Kind nicht gut geht, früher zum Arzt!).
- Das Kind hat schwere Bauchschmerzen oder -krämpfe.
- Die Schmerzen werden trotz Behandlung stärker.
- Das Kind krampft.
- Das Kind hat einen Hautausschlag oder zeigt Symptome von Ohrenschmerzen oder Atmungsbeschwerden.












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