Bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung (Synonym: Langzeit-Blutdruckmessung) handelt es sich um eine diagnostische Methode, bei der der Blutdruck über einen Tag und eine Nacht in regelmäßigen Abständen wie 15 oder 30 Minuten gemessen wird.
Die Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden.
Indikationen (Anwendungsgebiete)
- Hypertonie (Bluthochdruck)
- Blutdruckkrisen
- Praxishypertonie (White-coat-Hypertonie)
- Beurteilung antihypertensiver Therapiemaßnahmen
- Ermöglicht die Unterscheidung zwischen "dipper" (nächtlicher Blutdruckabfall) > 10 % vom Tagesblutdruck; physiologisch – und "non-dipper" – nächtlicher Blutdruckabfall < 10 % vom Tagesblutdruck
- Hypertonie (Bluthochdruck)
- Wenn ein Missverhältnis zwischen der Höhe des Gelegenheitsblutdrucks und Organschäden besteht, zum Beispiel wenn in der Praxis ein Gelegenheitsblutdruck von diastolisch konstant ≥ 105 mmHg (mittelschwere bis schwere Hypertonie) ohne hochdruckbedingte Organschäden beziehungsweise zwischen 90-104 mmHg (milde Hypertonie) mit Endorganschäden gemessen wird
- Unterschiede von > 20 mmHg systolisch und > 10 mmHg diastolisch zwischen den Werten bei der Selbstmessung des Blutdruckes (bei korrekter Technik) und bei der Messung durch den Arzt
- Verdacht
auf erhöhte Blutdruckwerte in der Nacht beziehungsweise auf ein
aufgehobenes zirkadianes Profil, vorzugsweise bei Patienten mit
sekundärer Hypertonie, zum Beispiel die besonders häufige renale Hypertonie, einschließlich der diabetischen Nephropathie und der renovaskulären Hypertonie bei Nierenarterienstenose und bei endokrinen Hochdruckformen (wie Hyperaldosteronismus, Phäochromozytom) - Verdacht auf Praxishypertonie – eine regelmäßige Kontrolle ist angezeigt, da ein erhöhtes Risiko besteht, eine Hypertonie zu entwickeln
- Schwangerschaftshypertonie, Präeklampsie (auch bei nur grenzwertig erhöhtem Blutdruck)
- Schlafapnoe-Syndrom
- Nierentransplantation
- Herztransplantation
- Verdacht auf krisenhafte Blutdrucksteigerungen
- Hypertoniepatienten im Wechselschichtdienst
Das Verfahren
Bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung wird wie bei der einfachen Messung der Blutdruck am Oberarm über eine Manschette gemessen. Diese vollautomatische Manschette ist mit einem kleinen Rekorder verbunden, der die jeweils ermittelten Werte registriert und speichert.
Dabei sollte der Patient seinem ganz normalen Tagesablauf nachgehen. Ein gleichzeitig geführtes Protokoll kann später Zusammenhänge zwischen Anstrengungen und Blutdruckveränderungen deutlich machen.
Diese Daten werden nach Abschluss der Untersuchung am Computer ausgelesen und vom Arzt ausgelesen.












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