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Ursachen
Prostatakarzinom

Eine genaue Ursache für Prostatakrebs ist nicht bekannt. Man weiß jedoch, dass das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken, mit dem Alter ansteigt.

Weiterhin gibt es Vorläufer des Prostatakarzinoms. Dieses sind
Proliferationen von epithelialen Zellen in den Drüsengängen, welche auch als "prostatische intraepitheliale Neoplasie" (PIN) bezeichnet werden.
Es entwickeln sich allerdings nicht aus allen Neoplasien (Zellneubildungen) invasive Karzinome. Trotz dessen sind diese Regionen genetisch instabil und treten typischerweise multifokal (an mehreren Orten gleichzeitig) auf.


Biographische Ursachen

  • Genetische Belastung – erhöhtes Risiko bei Prostatakrebs der Vorfahren. Ein Mann, dessen Vater oder Bruder Prostatakrebs haben, hat ein zweifach höheres Risiko als die übrige männliche Bevölkerung
  • Alter mit zunehmendem Alter (ab 50 Jahre) steigt das individuelle Risiko an. Über 80 Prozent aller Männer, bei denen ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, sind älter als 60 Jahre
  • Schwarze Hautfarbe – die Erkrankung am Prostatakarzinom ist bei afrikanischen Männern häufiger als bei Weißen oder Asiaten
Verhaltensbedingte Ursachen
  • Ernährung
    - Fettreiche Ernährung – eine fettreiche, ballaststoffarme Kost mit einem hohen Anteil an rotem Fleisch erhöht, eine fettarme, ballaststoffreiche Kost senkt das Risiko für Prostatakrebs
    - zu geringer Obst- und Gemüseverzehr
    - Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Mikronährstofftherapie
  • Schichtarbeit/Nachtdienst
  • androide Fettverteilung – hoher Taillenumfang bzw. ein hoher Taillen-Hüftumfang-Quotient
  • Übergewicht (BMI >= 25; Adipositas) [1]
Krankheitsbedingte Ursachen
  • Chronische Prostatitis chronische Prostataentzündung
  • Zweittumorrisiko ist erhöht nach Chemotherapie wg.:
    - chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) – 3,5mal höheres Risiko für Blasen- und ein doppelt so hohes Risiko für Prostatakrebs
Labordiagnosen – Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren/Ursachen gelten
  • Erhöhter Testosteronspiegel – ohne das männliche Geschlechtshormon Testosteron (Promotor), das vor allem in den Hoden produziert wird, kann kein Prostatakrebs entstehen
  • Hypercalcämie [2]
Umweltbelastung Literatur
  1. Andrew G Renehan, Margaret Tyson, Matthias Egger, Richard F Heller, Marcel Zwahlen
    Body-mass index and incidence of cancer: a systematic review and meta-analysis of prospective observational studies
    The Lancet, Volume 371, Issue 9612, Pages 569-578, 16 February 2008
  2. Skinner HG, Schwartz GG.
    Serum calcium and incident and fatal prostate cancer in the National Health and Nutrition Examination Survey
    Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2008 Sep;17(9):2302-5 .
     
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