Als Ursachen für Lungenkrebs gelten die sogenannten inhalativen Karzinogene – krebserregende Stoffe –, die eingeatmet werden. Diese sind:
- Arsen
- Asbest
- Berillium
- Cadmium
- Chrom-VI-Verbindungen
- Dieselabgase?
- Halogenierte Ethern („Haloethern“), insbesondere Dichlordimethylether
- Inhalation von Kohlestaub (Bergleute)
- Nickel
- Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, z. B. Benzol
- Quarzstaub
- Radioaktive Stoffe (Uran, Radon) – nach dem Rauchen ist das unfreiwillige Einatmen von radioaktivem Radon in den eigenen vier Wänden der häufigste Auslöser des Bronchialkarzinoms.
- Senfgas
- Tabakrauch
Für Raucher steigt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken mit der kumulativen (angehäuften) Tagesdosis.
Des Weiteren sind folgende Ursachen für Lungenkrebs bekannt:
Biographische Ursachen
- Genetische Disposition – ist ein Elternteil erkrankt, steigt das Risiko um das zwei- bis dreifache
- Geschlecht – Männer erkranken häufiger als Frauen
Verhaltensbedingte Ursachen
- Ernährung
- zu geringer Obst- und Gemüseverzehr (wissenschaftlich nicht vollständig geklärt ist die Rolle eines Mangels an Vitamin A) - Unzureichende Vitalstoff-Zufuhr
- Genussmittelkonsum
- Alkohol (Frauen mehr als 10 g pro Tag; Männer mehr als 20 g pro Tag) – fördert u. a. die Entwicklung des Bronchialkarzinoms
- Tabak (Rauchen, Passivrauchen) [1, 2] – Das Risiko eines Mannes, der 20 Jahre lang pro Tag zwei Packungen geraucht hat, beträgt das 60- bis 70fache eines Nichtrauchers. Nach Beendigung des Rauchens sinkt zwar das Risiko, erreicht aber nie wieder das Niveau eines Nichtrauchers
- chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) – insbesondere in Kombination mit Rauchen
- Lungennarben, welche z. B. nach Tuberkulose oder Operationen entstehen können
- Zweittumorrisiko ist erhöht nach Chemotherapie wg.:
- Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) – Hautkrebs (mit Ausnahme des Melanoms) und Lungenkrebs
Umweltbelastung (inklusive Arbeitsplatzbelastungen) – Intoxikationen (Vergiftungen)
- Beruflicher Kontakt
- mit Karzinogenen – z. B. Asbest, Arsen, Chrom-VI-Verbindungen, Nickel, halogenierten Ethern („Haloethern“), insbesondere Dichlordimethylether, radioaktive Stoffe etc.
- Umgang mit Teer und Bitumen (Straßenbau)
- Inhalation von Kohlestaub (Bergleute)
- Inhalation von Quarzstaub - Radon – nach dem Rauchen ist das unfreiwillige Einatmen von radioaktivem Radon in den eigenen vier Wänden der häufigste Auslöser von Lungenkrebs
Literatur
- Deutsches Krebsforschungszentrum
Tabakatlas Deutschland 2009. Heidelberg,
http://www.tabakkontrolle.de/pdf/Tabakatlas_2009.pdf (abgerufen am 20.11.2009) - Secretan B, Straif K, Baan R et al. (2009)
A review of human carcinogens – Part E: tobacco, areca nut, alcohol, coal smoke, and salted fish.
Lancet Oncol, 10, 1033-1034











Arztsuche
Newsletter bestellen
DocMedicus Expertenrat




