Langzeitsauerstofftherapie
Bei Patienten, deren COPD als Schweregrad III klassifiziert wurde und mit einer chronischen Hypoxie (Sauerstoffmangel) einhergeht, ist eine Langzeitsauerstoffbehandlung indiziert.
Durch die Therapie wird das Gewebe ausreichend mit Sauerstoff versorgt und die Atemmuskulatur entlastet.
Weitere positive Effekte sind
- Verringerung des Voranschreitens der pulmonalen Hypertonie – lungenbedingter Bluthochdruck
- Besserung von Hämatokrit, Belastbarkeit und Atemmechanik
Physiotherapie
Im Rahmen einer Physiotherapie wird eine sogenannte Atemtherapie durchgeführt. Ziel ist das Erlernen von Atemtechniken und atmungserleichternden Körperstellungen, um die Symptome der COPD wie Atemnot zu lindern.Patientenschulung
Die Patientenschulung dient zum ersten der Aufklärung des Patienten über Art und individuelle Schwere der Erkrankung.Patienten der Risikogruppe lernen, Risikofaktoren zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und werden über die Raucherentwöhnung aufgeklärt.Liegen die Schweregrade I oder II vor, wird große Aufmerksamkeit auf die Selbstmedikation sowie auf den Umgang mit akuten Exazerbationen (Krankheitsschüben) gelegt.Im Falle von Schweregrad III wird zusätzlich über mögliche Komplikationen sowie die Möglichkeit einer Langzeitsauerstofftherapie aufgeklärt.Pulmonale Rehabilitation
Als Pulmonale Rehabilitation wird ein Rehabilitationsprogramm bezeichnet, welches sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden kann. Es eignet sich für COPD-Patienten der Schweregrade I bis III. Das Rehabilitationsprogramm umfasst neben der Patientenschulung und der Physiotherapie zusätzlich körperliches Training sowie Ernährungsberatung.
Ernährungstherapie
Ein BMI < 21 verschlechtert die Prognose bei COPD!
20-40 % der Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung sind untergewichtig – IST-Gewicht unter 80 % des Normalgewichts; pulmonale Kachexie.
Die Unterernährung liegt in dem gesteigerten Energieverbrauch in Ruhe um 20 % begründet, der wiederum auf der vermehrten Atemarbeit beruht.
Das Ziel besteht darin, eine Gewichtszunahme beziehungsweise einen Gewichtserhalt zu erreichen:
- Bei unterernährten Patienten gilt eine Energiezufuhr von 45 kcal/kg KG/d als empfehlenswert – eine darüberliegende Kalorienzufuhr kann zu Unwohlsein und Atemnot führen
- Patienten mit akuter Ateminsuffizienz sollten mit einer hyperkalorischen Kost auf Fettbasis ernährt werden, die durch einen niedrigen Kohlenhydratgehalt, einen hohen Fettanteil – 45-55 % der Gesamtenergiezufuhr – und eine mäßig hohe Stickstoffzufuhr – etwa 300 mg/kg KG/d – gekennzeichnet ist











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