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Ursachen
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

Die COPD entsteht basierend auf den unten genannten Ursachen.

Anfangs sind die feinen Flimmerhärchen der Atemwege in Mitleidenschaft gezogen und die Lunge produziert übermäßig viel Schleim. In diesem Stadium sind die Veränderungen noch umkehrbar, sofern die auslösende Ursache – z. B. Tabakrauch – wegfällt.

Bleibt der schädliche Einfluss jedoch bestehen, werden die Flimmerhärchen zerstört und die Schleimhaut der kleinen Lungenbläschen nimmt ab. Die Lungenbläschen fallen dann beim Ausatmen in sich zusammen. Die entzündete Bronchialschleimhaut verdickt sich und verengt die Luftwege.

In der Folge erhöht sich der Atemwegswiderstand. Lungenbläschen gehen durch Überblähung zugrunde. In diesem nicht mehr umkehrbaren Zustand hat sich ein Emphysem entwickelt. Normales Lungengewebe ist oft durch große „Blasen“ ersetzt, ballonartige Strukturen, die auf normales Lungengewebe drücken und die die Lungenkapazität der betroffenen Person noch weiter reduzieren.

Wenn die Lunge voller Blasen ist, wird sie zu groß für den Brustkorb und kann sich nicht mehr richtig entfalten. Der Körper kann dadurch nicht mehr genügend Sauerstoff aus der Lunge aufnehmen und es zeigen sich die charakteristischen Symptome und Beschwerden.

 

Biographische Ursachen

  • Genetische Prädisposition – z.B. Alpha-1-Protease-Inhibitor-Mangel. Man geht auch davon aus, dass verschiedene Sequenzvarianten das Risiko für eine COPD modifizieren können
  • Bronchiale Hyperreaktivität und Asthma bronchiale in der Vorgeschichte
  • Häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit
  • Störungen des Lungenwachstums 

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Genussmittelkonsum
    - Tabak (Rauchen, Passivrauchen) [2, 3] – Der wichtigste Risikofaktor für das Entstehen einer COPD ist das Rauchen
    .
    90 % aller Menschen mit COPD sind Raucher oder haben in der Vergangenheit geraucht
Umweltbelastung – Intoxikationen (Vergiftungen)
  • Allgemeine Luftverschmutzung
  • Berufsbedingte Stäube quarzhaltige Stäube, Baumwollstäube, Getreidestäube, Schweißrauche, Mineralfasern, irritative Gase wie Ozon, Stickstoffdioxid oder Chlorgas
  • Holzfeuer [1]

Literatur

  1. Zhang JJ, Smith KR.
    Household air pollution from coal and biomass fuels in China: measurements, health impacts, and interventions.
    Environ Health Perspect. 2007 Jun;115(6):848-55. Epub 2007 Feb 27
  2. Deutsches Krebsforschungszentrum
    Tabakatlas Deutschland 2009. Heidelberg
    http://www.tabakkontrolle.de/pdf/Tabakatlas_2009.pdf (abgerufen am 20.11.2009)
  3. Secretan B, Straif K, Baan R et al. (2009)
    A review of human carcinogens – Part E: tobacco, areca nut, alcohol, coal smoke, and salted fish.
    Lancet Oncol, 10, 1033-1034

     
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