Unter normalen Umständen wird dieses große, negativ geladene Protein von den Glomerula (Filterapparat der Niere) herausgefiltert und ist somit nicht beziehungsweise nur in sehr geringen Mengen im Urin nachweisbar. Treten jedoch Störungen auf, so ist Albumin im Urin in erhöhter Konzentration vorhanden.
Man kann eine Mikroalbuminurie von einer Makroalbuminämie unterscheiden.
Das Verfahren
Benötigtes Material
- 2. Morgenurin
- 24h-Sammelurin
Vorbereitung des Patienten
- Nicht nötig
Störfaktoren
- Nicht bekannt
Normwerte
| Probe | Normwerte |
| Befristeter Sammelurin | < 20 μg/min |
| 24h-Sammelurin | < 30 mg/die |
| Morgenspontanurin | < 20 mg/l < 20 mg/g Urin-Kreatinin |
Werte Mikroalbuminurie
| Probe | Normwerte |
| Befristeter Sammelurin | 20-200 μg/min |
| 24h-Sammelurin | 30-300 mg/die |
| Morgenspontanurin | 20-200 mg/l 20-200 mg/g Urin-Kreatinin |
Werte Makroalbuminurie
| Probe | Normwerte |
| Befristeter Sammelurin | > 200 μg/min |
| 24h-Sammelurin | > 300 mg/die |
| Morgenspontanurin | > 200 mg/l > 200 mg/g Urin-Kreatinin |
Indikationen
- Verdacht auf Glomerulonephritis – Nierenerkrankung, mit Entzündung der Nierenfilterchen (Glomeruli)
- Kontrolluntersuchung bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Interpretation
Interpretation erhöhter Werte
- Diabetische Nephropathie – Nierenerkrankung auf Grund einer Gefäßerkrankung bei Vorliegen eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Glomerulonephritis
Interpretation erniedrigter Werte
- Nicht krankheitsrelevant
Hinweis
- Patienten mit einer Albuminurie sind nierenkrank, auch wenn die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) > 60 beträgt!
Die chronische Nierenerkrankung (CN) ist definiert als eine Verminderung der GFR < 60.











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