www.dgf-tv.de
Alkalische Phophatase (AP)

Die Alkalische Phosphatase gehört zu einer Gruppe von Isoenzymen (Leber-AP, die Gallenwegs-AP, die Knochen-AP und die Dünndarm-AP), die viele verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper begleiten. 

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • Blutserum

Vorbereitung des Patienten

  • Nicht nötig       

Störfaktoren

  • Keine bekannt

Normwerte für Kinder – alter Referenzbereich

Alter Normwerte in U/L (alter Referenzbereich)
< 10. Lebenstag (LT) 110-450
10.-30. LT 110-580
1.-6. Lebensmonat (LM) 140-720
6.-12. LM 120-700
12.-18. LM 110-650
19.-24. LM 110-590
2.-9. Lebensjahr (LJ) 110-500
9.-15. LJ 130-700

Normwerte für Kinder – neuer Referenzbereich

Alter Normwerte in U/L (neuer Referenzbereich)
1. LT < 250
2.-5. LT < 231
6.LT- 6. LM < 449
7.-12. LM < 462
1.-3. LJ < 281
4.-6. LJ < 269
7.-12. LJ < 300
13.-17. LJ ♀ < 187
13.-17. LJ ♂ < 390

Normwerte Frauen

Alter Normwerte in U/l (alter Referenzbereich) Normwerte in U/l (neuer Referenzbereich)
< 50. LJ
oder Normgewicht
55-147 35-104
> 50. LJ
oder
Übergewicht
60-170 35-104

Normwerte Männer

Normwerte in U/l (alter Referenzbereich) Normwerte in U/l (neuer Referenzbereich)
70-175 40-104

Indikationen

  • Verdacht auf Lebererkrankungen
  • Verdacht auf Knochenveränderungen wie Knochenmetastasen
  • Verdacht auf Osteoporose oder Osteomalazie (Knochenerweichung)

Interpretation

Interpretation erhöhter Werte

Hepatische Ursachen:

  • Akute Hepatitis (Leberentzündung)
  • Cholangitis (Gallenwegsentzündung)
  • Cholestase (Gallerückstau)
  • Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)
  • Chronische Hepatitis (Leberentzündung)
  • Lebermetastasen
  • Lebertumore
  • Leberzirrhose – bindegewebiger Umbau der Leber mit resultierender Funktionseinschränkung
  • Toxische/Medikamentöse Leberschädigung
  • Stauungsleber
  • Steatosis hepatis (Fettleber)

Endokrine Ursachen:

  • Akromegalie – Vergrößerung der Körperendglieder nach Ende des Wachstums meist durch Hirntumore bedingt
  • Hyperparathyreiodismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion)
  • Morbus Cushing Erkrankung, bei der von der Hirnanhangsdrüse zu viel ACTH produziert wird, wodurch es zu einer vermehrten Stimulation der Nebennierenrinde und als Folge davon zu einer übermäßigen Cortisolproduktion kommt
Gynäkologische Ursachen:
  • Schwangerschaft (3. Trimenon) –  letztes Drittel der Schwangerschaft

Ossäre Ursachen:
  • Frakturen (Knochenbrüche)
  • Knochenmetastasen
  • Knochentumore wie das Osteosarkom
  • Morbus Paget (Ostitis deformans) – Knochenerkrankung, die mit stark gesteigertem Knochenumbau einhergeht
  • Osteomalazie (Knochenerweichung)
  • Osteoporose
  • Renale Osteodystrophie – Knochenveränderungen, die bei chronischer Niereninsuffizienz auftreten
Medikamentöse Ursachen:
  • Antiepileptika
  • Chlorpromazin
  • Östrogene
  • Gestagene
  • Thiamazol
Weitere Ursachen:
  • Niereninsuffizienz
  • Nierenzellkarzinom (Nierenkrebs)
  • Sarkoidose – Systemerkrankung, die vor allem die Lymphknoten und die Lunge betrifft

Interpretation erniedrigter Werte

  • Anämie (Blutarmut)
  • Achondroplasie – erblich bedingte Erkrankung, die zu Kleinwuchs und Fehlbildungen wie Knochenverbiegungen führt
  • Proteinmangel (Eiweißmangel)
  • Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Hypophosphatämie (erniedrigter Phosphatwert im Blut)
  • Hypophysärer Zwergwuchs – durch eine Störung in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) bedingt
  • Zinkmangel

     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
DocMedicus Suche

 
   -
   -
   -
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner EUSANA - Ihr Gesundheitsportal für Prävention- und Anti-Aging-Medizin