Bei der Hepatitis handelt es sich um eine
Leberentzündung. Diese wird vor allem durch verschiedene Viren wie das Hepatitis
A-, B- oder C-Virus übertragen.
Das Hepatitis A-Virus gehört in die Gruppe der RNA-Viren. Es wird fäkal-oral (verunreinigtes Wasser bzw. Nahrungsmittel; rohe Meeresfrüchte z. B. Muscheln) übertragen und ist in zwei Drittel der Fälle eine Reiseinfektion.
Zu den Risikogruppen zählen vor allem Reisende in (sub-) tropische Regionen,
Bewohner von Gemeinschaftseinrichtungen, Kanalarbeiter sowie Homosexuelle.
In Deutschland sind etwa zehn Prozent der unter Dreißigjährigen mit dem Virus infiziert. Die Erkrankung heilt jedoch in fast 100 % der Fälle aus. Nur bei circa 0,1 % kommt es zu einer fulminanten Hepatitis A mit tödlichem Ausgang.
Beim Verdacht auf eine Infektion mit dem Hepatitis A-Virus (HAV) sollten folgende Laboruntersuchungen durchgeführt werden:
- Anti-HAV-IgG – Antikörper (Ak) von Beginn der Krankheitssymptome an nachweisbar; Ak persistiert lebenslang (Parameter gibt damit den Durchseuchungsgrad an)
- Anti-HAV-IgM – beweist eine frische Infektion (Ak sind von Beginn der Krankheitssymptome an 3-6 Monate nachweisbar)
- HAV-Antigen – dient der Abklärung einer frischen Infektion in der Inkubationsphase (Ak sind von 1-3 Wochen bis 3-6 Wochen nachweisbar)
Das Verfahren
Benötigtes Material
- Blutserum (Anti-HAV-IgG, Anti-HAV-IgM)
- Stuhl (HAV-Antigen)
Vorbereitung des Patienten
- Nicht bekannt
Störfaktoren
- Stuhlprobe schnell untersuchen
Normwerte
| Parameter | Normwert |
| HAV-IgG | Negativ (nach einer Impfung positiv) |
| HAV-IgM | Negativ |
| HAV-Antigen | Negativ |
Indikationen
- Verdacht auf Hepatitis A-Infektion
Interpretation
Interpretation erhöhter Werte
- Hepatitis A
Interpretation erniedrigter Werte
- Nicht krankheitsrelevant
Weitere Hinweise
- Bei Risikogruppen für Hepatitis A sollte eine Impfung durchgeführt werden
- Der Verdacht auf, die Erkrankung an und der Tod durch Hepatitis A sind meldepflichtig











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