www.dgf-tv.de
HIV-Test

Der HIV-Test ist eine spezielle Untersuchung des Blutes, bei der eine Ansteckung mit dem HI-Virus nachgewiesen wird, welche zur AIDS-Krankheit führen kann.

HIV-Infektion – AIDS

AIDS ist eine Erkrankung des Immunsystems, die viele Menschen beunruhigt. Sie wird durch den HI-Virus verursacht, eine Ansteckung (Infektion) löst aber nicht sofort AIDS aus. AIDS ist das letzte Stadium der HIV-Infektion, hervorgerufen durch das vollständige Versagen der Immunabwehr.

Der HI-Virus wird durch direkten Blutkontakt übertragen. Folgende Infektionswege sind möglich:

  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr – ohne Kondom – ist eine der Hauptursachen für eine Ansteckung
  • Infiziertes Blut – früher konnte das Virus durch verseuchte Blutkonserven übertragen werden. Heutzutage werden alle Blutspenden auf das HI-Virus getestet und das Risiko ist in Deutschland stark reduziert, es beträgt in Deutschland nur 1:1.000.000
  • Gemeinsamer Gebrauch von Nadeln – z. B. bei Drogensüchtigen – HIV kann hierdurch leicht übertragen werden
  • Verletzungen, z. B. Nadelstichverletzungen
  • Die Übertragung kann auch von einer schwangeren, infizierten Mutter auf das Ungeborene oder nach der Geburt über die Muttermilch erfolgen

Hinweis!
Raucher können sich bis um den Faktor 3,5 leichter mit dem HI-Virus
infizieren, was Forscher bei der Auswertung von 6 Einzelstudien herausfanden [1].

Das Verfahren

Für den HIV-Test wird eine kleine Menge Blut abgenommen und einem speziellen Untersuchungsverfahren unterzogen, bei welchem Abwehrstoffe (Antikörper) gegen den HI-Virus nachgewiesen werden, die der Körper als Reaktion auf die Infektion bildet.


Der HIV-Test wird durchgeführt bei erhöhtem Risiko einer HIV-Infektion:

  • Professionelle Sexarbeiter/innen
  • Männer, die Sex mit Männern haben 
  • Promiskuität/häufig wechselnde Partner (> 5 Partner pro Jahr mit anal/vaginal penetrierendem Sex)
  • Drogenabhängige
  • Migranten aus Hochrisikogebieten (z. B. Länder des subsaharischen Afrikas)
Des Weiteren ist ein HIV-Test in folgenden Fällen erforderlich:
  • Paaren oder Frauen mit Kinderwunsch (Mutterschaftsrichtlinien)
  • Paaren mit Wunsch nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr
  • Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit unbekannten Partnern
  • Nach Bluttransfusionen, vor allem wenn diese im Ausland durchgeführt wurden
  • lang anhaltendem Fieber, Gewichtsverlust oder Nachtschweiß (nächtliches Schwitzen)
  • Anhaltender chronischer Müdigkeit
  • unklaren Hauttumoren und Lymphknotenschwellungen
  • lang anhaltendem trockenen Husten zusammen mit Atemnot
  • anhaltenden Diarrhöen (Durchfälle)
  • bei Neudiagnose einer sexuell übertragbaren Erkrankung (Gonorrhoe, Syphilis, Lymphogranuloma venereum, Ulcus molle, Chlamydien, Hepatitis B/ggf. auch Hepatitis A und Hepatitis C, humanes Papilloma Virus (HPV), Herpes simplex II, Trichomonaden, Filzläuse, Granulomata inguinale); des Weiteren bei Vorliegen einer Tuberkulose und bei einer Herpes-zoster-Infektion eines jüngeren Patienten
  • Zur Sicherheit und als Spender beziehungsweise als Empfänger bei Blut-, Samen- und Organspenden

Ihr Nutzen

Durch den HIV-Test erhalten Sie einen Nachweis, ob Sie sich angesteckt haben.

Ein Problem des HIV-(Antikörper-)Tests ist jedoch die sogenannte "diagnostische Lücke". Das ist die Zeit, die der Körper benötigt, um nach einer Infektion mit HIV nachweisbare Antikörper zu erzeugen.

Achtung!

Die derzeit verwendeten Suchtests erkennen eine HIV-Infektion daher sechs Wochen nach Neuinfektion nur zu etwa 80 % und erst ab der 12. Woche zu annähernd 100 %.


Der direkte Virusnachweis – qualitative Testung auf das Virusgenom – ergänzt oder ersetzt die Antikörper-Diagnostik zum Infektionsnachweis in besonderen Fällen. Dieses kann der Verdacht auf frische Primärinfektion sein, die oben genannte diagnostische Lücke oder auch der Test eines Neugeborenen einer infizierten Mutter.

Der HIV-Test ermöglicht bei positivem Testergebnis einen schnellen, effektiveren Behandlungsbeginn der HIV-Infektion.

Sie schützen nicht nur sich selbst, sondern auch Ihren Partner.

Literatur

  1. Furber AS, Maheswaran R, Carroll CJ, Newell JN.
    Is smoking tobacco an independent risk factor for HIV infection and progression to AIDS?
    Sex Transm Infect. 2006 Aug 21; [Epub ahead of print]

     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
DocMedicus Suche

 
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner EUSANA - Ihr Gesundheitsportal für Prävention- und Anti-Aging-Medizin