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D-Dimere
Bei den D-Dimeren handelt es sich um sogenannte Fibrinspaltprodukte. Diese entstehen in der Fibrinolyse (Auflösung von Blutgerinnseln) aus dem quervernetzten Fibrin. Sie haben eine Halbwertszeit von etwa acht Stunden.
Das D-Dimer kann als zuverlässiger Test bei Verdacht auf Thrombose oder Lungenembolie eingesetzt werden, eine genaue Lokalisation des Geschehens ist jedoch mit dieser Methode nicht möglich.

Weitere Fibrinspaltprodukte sind das Fragment D und E, welche aus dem Fibrinogen durch Einwirkung von Plasmin entstehen.

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • Citrat-Blut

Vorbereitung des Patienten

  • Nicht bekannt

Störfaktoren

  • Keine bekannt

Normwerte

Normwert Negativ

Indikationen

  • Verdacht auf Hyperfibrinolyse – überschießende Auflösung von Fibrin (Blutgerinnseln)
  • Verdacht auf Thrombose oder Lungenembolie

Interpretation

Interpretation erhöhter Werte

  • Aortenaneurysma – Aussackung der Wand der Hauptschlagader
  • Aortendissektion – (Synonym: Aneurysma dissecans aortae) – Aufspaltung der Wandschichten der Aorta (Hauptschlagader), meist verursacht durch einen Einriss der Intima (inneren Gefäßwand) mit nachfolgender Einblutung zwischen die Schichten
  • Disseminierte intravasale Gerinnung – akut auftretende Gerinnungsstörung, die durch eine überschießende Aktivierung der Gerinnung verursacht wird (DIC)
  • Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) (Synonym: Gasser-Syndrom) – seltene Krankheit, die hauptsächlich Kleinkinder und Säuglinge betrifft.Vom kompletten enteropathischen HUS spricht man bei Vorkommen von mikroangiopathischer hämolytischer Anämie (Blutarmut) und Thrombozytopenie (Verminderung der  Blutplättchen) und Niereninsuffizienz (Nierenversagen)
  • Hyperfibrinolyse – überschließende Auflösung von Blutgerinnseln, die verschiedene Ursachen wie Dysfibrinogenämie oder Fibrinogenmangel haben kann
  • Leberzirrhose – bindegewebiger Umbau der Leber, der zu Funktionseinschränkungen führt
  • Lungenembolie – Verschluss eines Lungengefäßes, was zu einer Minderversorgung des betroffenen Lungenabschnittes führt
  • Myokardinfarkt (Herzinfarkt)
  • Schwangerschaft
  • Sepsis (Blutvergiftung)
  • Thrombose – Verschluss einer Vene, meist in den unteren Extremitäten, der zu einer Stauung des Blutes führt
  • Transplantatabstoßung
  • Tumore
  • Zustand nach chirurgischem Eingriff

Interpretation erniedrigter Werte

  • Nicht krankheitsrelevant

Weitere Hinweise

  • Negative D-Dimere schließen eine Thrombose oder Lungenembolie mit mehr als  99 % Wahrscheinlichkeit aus
  • D-Dimere sind nicht zur Diagnostik geeignet, wenn folgende Faktoren vorliegen:
    - Disseminierte intravasale Gerinnung (DIC)
    - Maligne Tumore – bösartige Neubildungen
    - Sepsis (Blutvergiftung)
    - Therapie mit Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmern)
    - Zustand nach Operation oder größerem Trauma (Verletzung) innerhalb der letzten vier Wochen
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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