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Einleitung
Schwitzen (Hyperhidrose)

Mit dem Begriff Hyperhidrose (Synonyme: Allgemeine Hyperhidrose; Hyperhidrose; Hyperhidrosis; krankhaft vermehrte Schweißabsonderung; Nachtschweiß; Schweißausbruch; Schweißneigung; Steigerung der Schweißsekretion; Übermäßiges Schwitzen; Übermäßiges nächtliches Schwitzen; ICD-10-GM Version 2010 R61.9; Hyperhidrose, nicht näher bezeichnet; Inkl.: Nachtschweiß: übermäßiges Schwitzen) bezeichnet man eine unphysiologisch starke Schweißbildung.  

Das Schwitzen ist ein lebensnotwendiger Vorgang des menschlichen Körpers, um den Körper vor Überhitzung zu schützen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten des Schwitzens:

  • thermoregulatorisch bedingtes Schwitzen (geregelt über den Hypothalamus)
  • emotional bedingtes Schwitzen (geregelt über das limbische System)
Die Mehrzahl der Schweißdrüsen sind vom ekkrinen Typ (nach außen hin absondernd). Ihr dünnflüssiges Sekret ist gegenüber dem Blutplasma (eiweißreiche Flüssigkeit) hypoton. Die ekkrinen Schweißdrüsen sind über den gesamten Körper verteilt. Die höchste Dichte ist im Bereich der Achseln, der Handflächen und der Fußsohlen.
Zudem gibt es apokrine Schweißdrüsen, die die Eigenschaft haben Eigenschaft ihr Sekret zusammen mit dem apikalen Teil ihres Zytoplasmas und Teilen der Zellmembran abzugeben. Apokrine Schweißdrüsen befinden sich in der Achsel- und in der Urogenitalregion. Sie geben Duftstoffe ab, die zusammen mit den Talgdrüsen maßgeblich für den Körperduft (manchmal auch unangenehmer Duft) verantwortlich sind und eine Rolle im Sexualverhalten spielen.

Die Hyperhidrose wird unterteilt in:

  • primäre idiopathische Hyperhidrose ‒ vermehrtes Schwitzen, bei dem keine Erkrankung vorliegt; kann auf ein Körperareal beschränkt bleiben (lokal) oder generalisiert auftreten
  • sekundäre Hyperhidrose (entsteht durch Störungen des zentralen oder peripheren Nervensystems) ‒ vermehrtes Schwitzen aufgrund einer Erkrankung; hierzu zählt auch der Nachtschweiß; tritt meist generalisiert auf

Beim vermehrten nächtlichen Schwitzen handelt es sich um ein Symptom, das häufig bei Infektionserkrankungen, aber auch bei Tumorerkrankungen auftritt. Eine Kombination aus vermehrtem nächtlichen Schwitzen, Gewichtsverlust und Fieber wird als B-Symptomatik bezeichnet.



     
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