Die chronische myeloische Leukämie (Synonyme: Atypische myeloische Leukämie; Blastenschub bei myeloischer Leukämie; CML [Chronische myeloische Leukämie]; CML [Chronische myeloische Leukämie] in kompletter Remission; Chronische Myelose; Chronische granulozytäre Leukämie; Chronische granulozytäre Leukämie in kompletter Remission; Chronische myelogene Leukämie; Chronische myeloische Leukämie; Chronische myelozytäre Leukämie; Monozytäre Naegeli-Leukämie; ICD-10-GM Version 2010 C92.1) ist eine maligne (bösartige) Erkrankung des hämatopoetischen (blutbildenden) Systems, die vor allem im mittleren Lebensalter auftritt.
Neben der CML zählen noch folgende Erkrankungen zu den chronischen myeloproliferativen Erkrankungen:
- Essentielle Thrombozythämie – myeloproliferative Erkrankung, bei der es zu einer Thrombozytose, d. h. einer starken Vermehrung der Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut kommt.
- Polyzythämia vera (PV, auch Polycythämie oder Polyzythämie genannt) – seltene myeloproliferative Erkrankung, bei der sich alle Zellen im Blut übermäßig vermehren (insbesondere betroffen sind Erythrozyten (rote Blutkörperchen), in geringerem Maße auch Thrombozyten (Blutplättchen) und Leukozyten – weiße Blutkörperchen)
- Osteomyelofibrose (OMF) – myeloproliferatives Syndrom; stellt eine fortschreitende Erkrankung des Knochenmarks dar.
De Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) beträgt 2:100.000 Einwohner pro Jahr. Der Erkrankungsgipfel liegt um das 60. Lebensjahr.
Die CML verläuft häufig mit drei Krankheitsphasen:
- Chronische Phase
- Akzelerierte Phase – Übergang zwischen chronischer Phase und Blastenkrise
- Blastenkrise – Phase der Erkrankung, bei der es zu einem krisenhaften Auftreten von unreifen weißen Blutkörperchen (Blasten; Promyelozyten) im Blut kommt; entwickelt sich bei zwei Drittel der Betroffenen
- Anteil der Blasten und Promyelozyten im peripheren Blut und/oder im Knochenmark ≥30 %, oder
- Anteil der Blasten und Promyelozyten mehr als 50 % der kernhaltigen Zellen im Knochenmark, oder
- zytologisch oder histologisch gesicherte blastäre Infiltrate außerhalb von Knochenmark, Milz oder Lymphknoten. Derartige Infiltrate bezeichnet man auch als Chlorome.
Literatur
- Hochhaus A: Chronische myeloische Leukämie (CML). In: Seeber S., Schütte J. (Hrsg.) "Therapiekonzepte Onkologie". Springer-Verlag Heidelberg, 2007, S. 293. ISBN 978-3-540-28588-5












Arztsuche
Newsletter bestellen
DocMedicus Expertenrat




