Beim Alpha-Fetoprotein (AFP) handelt es sich um ein Protein (Eiweiß), welches physiologischerweise in der Leber, im Magen-Darm-Trakt und im Dottersack (dieser übernimmt bis zur Ausbildung der Leber Stoffwechselfunktionen und ist Quelle für die Stammzellen der Hämatopoese) gebildet wird.
Das AFP ist ein wichtiger Parameter zur Beurteilung der Schwangerschaft zum Ausschluss von Fehlbildungen des ungeborenen Kindes. Daneben hat das AFP auch eine Bedeutung als Tumormarker.
Tumormarker sind körpereigene Substanzen, die von Tumoren bildet werden und im Blut nachweisbar sind. Sie können einen Hinweis auf eine maligne (bösartige) Neubildung geben und dienen als Verlaufsuntersuchung im Rahmen der Krebsnachsorge.
Das Verfahren
Benötigtes Material
- Blutserum
Vorbereitung des Patienten
- Nicht nötig
Störfaktoren
- Keine bekannt
Normwert
| Normwert | < 20 ng/ml < 16,53 U/ml |
Indikationen
- Verdacht auf hepatozelluläres Karzinom (Leberkrebs)
- Verdacht auf Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
- Verdacht auf Keimzelltumore – Tumore, die vom Testes (Hoden) oder den Ovarien (Eierstöcken) ausgehen
Interpretation
Interpretation erhöhter Werte
- Hepatozelluläres Karzinom (Leberkrebs; in 85 % der Fälle nachweisbar – Werte über 1.000 ng/ml sind fast immer ein sicherer Hinweis auf ein hepatozelluläres Karzinom)
- Bronchialkarzinom (Lungenkrebs; in 20 % der Fälle nachweisbar)
- Gastrointestinale Tumore
- Keimzelltumore (Hoden – in 70 % der Fälle mit Nicht-Seminom/Hodenkrebs (Hodenkarzinom) nachweisbar; Eierstock; außerhalb der Keimdrüsen)
- Lebererkrankungen wie Hepatitis (Leberentzündung) oder Leberzirrhose – bindegewebiger Umbau der Leber mit einhergehender Funktionseinschränkung
- Schwangerschaft
- Säuglinge
Interpretation erniedrigter Werte
- Keine diagnostische Bedeutung












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