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Anamnese
Brustkrebs (Mammakarzinom)

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik des Mammakarzinoms dar.

Familienanamnese

  • Gibt es in Ihrer Familie Tumorerkrankungen, die häufig vorkommen?
  • Haben Ihre Schwestern, Ihre Mutter oder Großmutter bereits Brustkrebs gehabt?

Soziale Anamnese

  • Welchen Beruf üben Sie aus? Arbeiten Sie im Schichtdienst?

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Haben Sie Veränderungen der Brust festgestellt? Rötung, Einziehung der Brustwarze?
  • Haben Sie einen Knoten in der Brust bemerkt?
  • Haben Sie Ausfluss aus der Mamille (Brustwarze)?
  • Haben Sie Veränderungen der Haut an der Brustwarze bemerkt?
  • Sind diese Symptome einseitig oder beidseitig aufgetreten?
  • Haben Sie weitere begleitende Symptome bemerkt?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

  • Sind Sie übergewichtig? Geben Sie uns bitte Ihr Körpergewicht (in kg) und Ihre Körpergröße (in cm) an.
  • Mit wie viel Jahren hatten Sie Ihre Menarche (erste Regelblutung)?
  • Mit wie viel Jahren hatten Sie Ihre Menopause (letzte Regelblutung)?
  • Haben Sie Kinder geboren? Wenn ja, wie alt waren Sie zum Zeitpunkt der ersten Geburt?
  • Haben Sie gestillt? Wenn ja. wie lange haben Sie gestillt?
  • Essen Sie fleisch- und fettreich?
  • Haben Sie ungewollt an Körpergewicht verloren?
  • Rauchen Sie? Wenn ja, wie viele Zigaretten, Zigarren oder Pfeife pro Tag?
  • Trinken Sie Alkohol? Wenn ja, welches Getränk bzw. welche Getränke und wie viele Gläser pro Tag?
  • Nehmen Sie Drogen? Wenn ja, welche Drogen und wie häufig pro Tag bzw. pro Woche?

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen (Mastopathie – häufigste Brusterkrankung zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr, geht mit zystischen beziehungsweise fein- oder grobknotigen Veränderungen des Brustgewebes einher)
  • Operationen
  • Strahlentherapie
  • Allergien

Medikamentenanamnese

  • Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft erhöht die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva (Pille zur Empfängnisverhütung) das Risiko an einem Mammakarzinom zu erkranken – noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht – nur um den Faktor 1,2 bis 1,5 bei einer Einnahme von mehr als fünf Jahren [1] 
  • Östrogentherapie – z. B. Hormonersatztherapie über mehr als fünf Jahre

Literatur

  1. Stauber und Weyerstahl
    Gynäkologie und Geburtshilfe
    Thieme/MLP Verlag 2005

 

     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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