Die rheumatoide Arthritis beginnt bei etwa zwei Drittel der Patienten schleichend mit grippe-ähnlichen Symptomen wie:
- Abgeschlagenheit
- Schwäche
- Appetitlosigkeit
- Allgemeines Krankheitsgefühl
Hinweis!
Diese Symptome können wochen- bis monatelang vorherrschen und die Diagnosestellung verzögern.
Nur bei etwa 10 Prozent der Patienten beginnt die rheumatoide Arthritis akut, wobei sich rasch eine Polyarthritis verbunden mit Fieber, Allgemeinsymptomen, Lymphknoten- und Milzvergrößerung einstellt.
Es ist typisch für die rheumatoide Arthritis, dass die spezifischen Gelenkbeschwerden symmetrisch – das heißt beidseitig – auftreten. Bei etwa einem Drittel der Patienten können die Symptome jedoch anfänglich auf ein Gelenk oder wenige Gelenke beschränkt bleiben.
In der frühen Phase sind zumeist die kleineren Gelenke betroffen, wie Handgelenke, Fingergrund- oder Fingermittelgelenke sowie die Zehengrundgelenke.
Dabei kommt es zu:
- Arthralgie (Gelenkschmerzen)
- Gelenkschwellungen
- Druckschmerzhaftigkeit der Gelenke
- Bewegungseinschränkungen
- Steifigkeit der Gelenke – eine Morgensteifigkeit von mehr als 60-minütiger Dauer ist fast immer ein Zeichen für eine entzündliche Gelenkerkrankung
Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu progredienten – fortschreitenden – Gelenkveränderungen und charakteristischen Deformitäten, die mit Funktionsverlust und einer eingeschränkten Lebensqualität einhergehen.
Des Weiteren sind so genante extraartikuläre – nicht die Gelenke betreffende – Organmanifestationen möglich.
Dazu zählen:
- Rheumaknoten – unter der Haut liegende, derbe, verschiebliche Knoten, entwickeln sich bei 20 bis 30 Prozent der Patienten
- Schwäche der Skelettmuskulatur
- Lockerung von Bändern, Sehnen
- Generalisierte Vaskulitis (Gefäßentzündung)
- Pleuritis – Brustfellentzündung
- Lungenfibrose – bindegewebig-narbiger Umbau des Lungengewebes
- Perimyokarditis – Entzündung der Herzmuskelschichten, die unter dem inneren Blatt des Herzbeutels liegen
- Polyneuropathie – Erkrankung peripherer Nerven
- Hepatitis (Leberentzündung)
- Anämie (Blutarmut)
- Thrombozytose – Vermehrung der Blutplättchen
- Sjögren-Syndrom mit einhergehender Keratoconjunctivitis sicca (trockenes Auge)
- Lymphadenopathie – Vergrößerung der Lymphknoten











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