Bei der renalen Osteopathie (Synonyme: Azotämische Osteodystrophie; Nanosomia renalis; Nephrogener Infantilismus; Nierenrachitis; Rachitis renalis; Renale Osteodystrophie; Renale Osteodystrophie mit Osteopathie; Renale Rachitis; Renaler Infantilismus; Renaler Kleinwuchs; Renaler Minderwuchs; Renaler Zwergwuchs; Tubulusschaden mit Phosphatverlust; Tubuläre Störung mit Phosphatverlust; ICD-10-GM Version 2010 M90.8 - Osteopathie bei sonstigen anderenorts klassifizierten Krankheiten) handelt es sich Knochenveränderungen (Osteomalazie/Knochenerweichung), die durch eine chronische Niereninsuffizienz bedingt sind.
Ursache sind Veränderungen im Calcium- und Phosphathaushalt (sekundärer Hyperparathyreoidismus: Parathormon-Spiegel↑,
Calcium-Spiegel↓).
Radiologische Zeichen der renalen Osteopathie sind bei bis zu 50 % der Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz nachweisbar.
Man kann die folgenden Formen der renalen Osteopathie unterscheiden:
- Sekundärer/tertiärer Hyperparathyreoidismus* (Nebenschilddrüsenüberfunktion) mit Osteitis fibrosa (Knochenentzündung)
- Adynamische Knochenerkrankung
- Osteopathie nach Nierentransplantation












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