Von Hyperurikämie (Synonyme: Gicht; Gichtdiathese; Gout; Harnsäurestoffwechselstörung; Omagra; Podagra; Uratnephropathie; Urikopathie; ICD-10: M10.9- – Gicht, nicht näher bezeichnet) spricht man, wenn im Blut eine über die Normwerte erhöhte Konzentration an Harnsäure vorliegt.
Bei Frauen vor der Menopause – Wechseljahre – spricht man von einer Hyperurikämie wenn der Harnsäure-Wert über 5,7 mg/dl liegt, bei Männern erst ab einer Konzentration von mehr als 7 mg/dl. In der internationalen Literatur wird geschlechtsunabhängig von einer Hyperurikämie gesprochen, wenn die Harnsäure-Konzentration mehr als 6,5 mg/dl (> 390 μmol/dl) beträgt.
Etwa 15 Prozent der Deutschen haben eine Hyperurikämie, bei etwa 1-2 % liegt eine Gicht vor. Das Erkrankungsrisiko von Männern zu Frauen beträgt 4 : 1 bis 9 : 1. Frauen vor der Menopause sind durch die urikosurischen – die Harnsäure-Ausscheidung fördernden – Östrogene geschützt.
Man unterscheidet aufgrund der Ursache die folgenden Formen der Hyperurikämie
- Primäre familiäre Hyperurikämie – genetisch bedingt und angeboren, zum Beispiel bei Sekretionsstörung der Niere
- Sekundäre Hyperurikämie – erworben als Folge anderer Erkrankungen, beispielsweise chronische Niereninsuffizienz oder durch zu hohe Purinaufnahme über die Nahrung
| Stadium I | Asymptomatische Hyperurikämie |
| Stadium II | Akuter Gichtanfall |
| Stadium III | Interkritische Gicht – symptomloses Intervall zwischen zwei Gichtanfällen |
| Stadium IV | Chronische Gicht; ist durch Ablagerungen in den Gelenken (Gichttophi) gekennzeichnet |












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