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Hyaluronsäuretherapie

Hyaluronan, das Natriumsalz der Hyaluronsäure, ist ein zuckerartiges Molekül, ein sogenanntes Polysaccharid. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Synovialflüssigkeit, der "Gelenkschmiere". Es wird von den Zellen der Gelenkschleimhaut gebildet und in die Gelenkhöhle abgegeben. Die Synovialflüssigkeit dient der Lubrikation (Gelenkschmiere) und der Protektion (Schutz) aller inneren Oberflächen von Gelenken. Hyaluronan hat zudem eine antiphlogistische, das heißt entzündungshemmende Wirkung

Behandlung der Arthrose

Die Hyaluronsäure-Präparate werden eingesetzt zur Behandlung von:

  • Kniegelenks-Arthrose (Gonarthrose)
  • Hüft-Arthrose
  • Sprunggelenks-Arthrose
  • Symptomatische Therapie bei Arthrose des Daumensattelgelenks
  • Großzehen-Grundgelenks (bei Hallux limitus und rigidus der Zeh ist in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, also limitiert; es handelt sich um ein Vorstadium des Hallux rigidus, der steifen Großzehe).

Hyaluronsäure wird direkt in das krankhaft veränderte Gelenk hinein gespritzt. Eine Hyaluronsäuretherapie ist in der Regel sinnvoll, wenn einfachere Maßnahmen nicht zum Ziel führen und für eine Operation noch kein Anlass besteht.

Behandlungsdauer

Die Therapie wird kurmäßig durchgeführt. Therapieeffekte zeigen sich meistens erst einige Wochen später und halten oft über Monate an.

Gegenanzeigen

Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie beispielsweise Morbus Bechterew oder einer chronischen Polyarthritis soll Hyaluronsäure nicht angewendet werden. Zudem dürfen bei einer Hyaluronsäuretherapie keine venösen oder lymphatischen Stauungen im Bein vorliegen.
Wenn das Präparat Hühnereiweiß enthält, stellt die Hühnereiweiß-Unverträglichkeit eine Gegenanzeige dar.

Herkunft der Hyaluronsäure

Die Herkunft der Hyaluronsäure-Präparate ist unterschiedlich: Zum einen wird Hyaluronsäure aus Hahnenkämmen gewonnen und enthält somit Fremdeiweiß, zum anderen gibt es fermentativ gewonnene Hyaluronsäure, die frei von Hühnereiweiß ist. Neuerdings gibt es auch gentechnisch hergestellte Hyaluronsäure.

Wissenschaftliche Studien

Die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen wurden an Patienten mit Gonarthrose durchgeführt. Über die Symptomreduzierung durch die Hyaluronsäuretherapie gibt es bis heute keine einheitlichen Aussagen.
Nach neueren Studien bringt die Anwendung von Hyaluron, wenn überhaupt, nur eine geringe Verbesserung der Symptomatik [1]. Ebenso kann eine strukturmodifizierender Effekt nicht bewiesen werden [2].


Eine Meta-Analyse in der angesehenen Zeitschrift "Journal of Bone and Joint Surgery" kam zu dem Ergebnis, dass Schmerzsymptomatik und Funktion – bei jüngeren Patienten mit mittelschwerer Arthrose – unter der Therapie deutlich gebessert wurden.

Bei älteren Patienten mit fortgeschrittener Knorpeldegeneration waren die Effekte geringer.
Die Hyaluronsäuretherapie führte bei 65 bis 80 % der Patienten zu einer Schmerzreduktion, die über mehrere Monate anhielt. Patienten über 60 Jahre mit stärkerer funktioneller Beeinträchtigung des Gelenks sprachen ebenfalls gut auf diese Therapie an.

Ihr Nutzen

Die Hyaluronsäuretherapie ist eine nachweislich wirksame Therapie zur Behandlung der Arthrose.

Sie führt zur Verbesserung der Schmerzintensität und der Gelenkbeweglichkeit.

Die obigen Vitalstoff-Empfehlungen (Mikronährstoffe) wurden mit Hilfe des EUSANA Expertensystems für Präventionsmedizin (Prävention und Therapie) erstellt. Die Aussagen sind durch Evidence-Based-Medicine-Literatur, das bedeutet durch klinische Studien mit hohem Wirksamkeitsgrad, belegt.


Vitalstoff-Analyse für den Mann
Vitalstoff-Analyse für die Frau

 Männergesundheit – Vitalstoff-Analyse
Frauengesundheit – Vitalstoff-Analyse

Literatur

  1. I Arnold
    Die intraartikuläre Therapie mit Hyaluronsäure – Stellenwert 2007
    Arthritis + Rheuma 2007; 27 (4): 225-231
  2. R Dinser, U Langer, U Müller-Ladner
    Chondroprotektiva
    Arzneimitteltherapie 2007; 25: 258-62


     
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