Das Polyzystische Ovar-Syndrom (Synonyme: PCOS; Polycystic ovary syndrome; Polycystisches Ovarsyndrom; Polyzystische Ovarialsyndrom; Polyzystische Ovarien; Polyzystische Ovarkrankheit; Polyzystisches Ovar Syndrom (PCO Syndrom); Polyzystisches-Ovar-Syndrom; Stein-Leventhal-Syndrom; ICD-10: E28.2 – Syndrom polyzystischer Ovarien) bezeichnet einen Symptomenkomplex, der durch eine hormonelle Funktionsstörung der Ovarien (Eierstöcke) gekennzeichnet ist.
Die Erkrankung zeigt sich meist ab dem zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt.
Das Polyzystische Ovar-Syndrom ist mit einer Prävalenz von fünf bis zwölf Prozent eine der häufigsten Endokrinopathien (Störung der Hormonproduktion) der Frau.
Definition des PCO-Syndroms
Nach dem Rotterdam Consensus Workshop 2003 liegt ein PCO-Syndrom vor, wenn zwei der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind:
- Zyklusstörungen – Oligomenorrhoen bis Oligo-Amenorrhoen (verlängerte Abstände zwischen den Regelblutungen bis zu ausbleibenden Regelblutungen)
- Hyperandrogenämie – vermehrte Bildung von männlichen Geschlechtshormonen; Gesamttestosteronspiegel > 2,08 nmol/l beziehungsweise als Serum-Dehydroepiandrostendion-Sulfat (DHEA-S)-Spiegel > 6,6 mol/l; und/oder Merkmale eines Hyperandrogenismus wie Hirsutismus (vermehrte Behaarung nach dem männlichen Verteilungsmuster), Akne (z. B. Acne vulgaris), Seborrhoe (fettige Haut)
- Polyzystische Ovarien – wenn mindestens ein Ovar (Eierstock) ein Volumen von mindestens 10 ml aufweist und/oder 12 Follikel von jeweils zwei bis neun Millimeter vorliegen












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