Bei der Immundefizienz (Synonyme: Immundefekt, Defektimmunopathie; Infektanfälligkeit; Immunschwäche; ICD-10: D84.9: Immundefekt, nicht näher bezeichnet) handelt es sich um eine Störung der physiologischen Immunität.
Man kann angeborene (primäre) von erworbenen (sekundäre) Formen der Immundefizienz unterscheiden.
Abzugrenzen ist zudem die physiologische Infektanfälligkeit von der pathologischen Infektanfälligkeit. Die Unterscheidung ist von grundsätzlicher Bedeutung: die physiologische Infektanfälligkeit Bedarf im Regelfall keiner speziellen Labordiagnostik und keiner spezifischen Therapie, während sich hinter einer pathologischen Infektanfälligkeit durchaus ein angeborener oder erworbener Immundefekt verbergen kann.
Literatur
- Rosen FS, Eibl M, Roifman C et al. Primary Immunodeficiency Diseases: an update. Clin Exp Immunol 132 , 9-15 (2003)
- Wahn V, Seger R (1999) Diagnostisches Vorgehen bei Verdacht auf Abwehrschwäche. In: Pädiatrische Allergologie und Immunologie (Hrsg. U. Wahn, R. Seger, V. Wahn). Urban & Fischer, München – Jena, S. 367-376
- Wahn, V.: Das infektanfällige Kind. HNO 48, 231-234 (2000)
- Wahn V., Ehl S., Niehues T.: Infektanfälligkeit – Versuch einer Definition: Allergologie 26, Nr.10, 456-459 (2003)












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