Bei Chlamydien (Synonyme: Chlamydia; Chlamydia trachomatis; Chlamydieninfektion; Chlamydiose; ICD-10: A56.- – Sonstige durch Geschlechtsverkehr übertragene Chlamydienkrankheiten) handelt es sich um Bakterien, von denen der Untertyp Chlamydia trachomatis verschiedene Erkrankungen auslösen kann.
Zu diesen zählen auch folgende sexuell übertragbare Erkrankungen
- Urogenitale Infektionen – Infektionen, die die Harnwege und/oder die Geschlechtsorgane betreffen
- Augeninfektionen
- Neugeborenen-Infektionen
- Lymphogranuloma venereum – Infektionserkrankung, die vor allem die Lymphknoten betrifft und überwiegend in den Tropen vorkommt
Chlamydien sind weltweit verbreitet und sind in Industriestaaten die häufigsten bakteriellen Erreger von urogenitalen Infektionen – Infektionserkrankungen, die die Harnwege und/oder die Geschlechtsorgane betreffen.
In Deutschland rechnet man mit jährlich 300.000 Infektionen der Genitalien durch Chlamydien. Besonders junge Mädchen sind einem viel höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als erwachsene Frauen
Die Infektion wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch perinatal – während der Geburt –, über Augensekret oder durch die Hände übertragen werden.
Die Inkubationszeit – Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung – liegt zwischen einer und drei Wochen, kann jedoch auch bis zu sechs Wochen betragen.












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