Masern-Impfung
- Die Impfung gegen Masern (Morbilli) erfolgt in der Regel als Kombination mit der Masern-Mumps-Rötelnimpfung.
- Der Impfstoff führt meist zu einer lebenslangen Immunität
- Die erste Impfung sollte im Alter zwischen elf und 14 Monaten bei allen Kindern erfolgen, die Wiederimpfung erfolgt dann zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat im Abstand von vier bis sechs Wochen zur vorherigen Impfung
- Einmalige Impfung aller nach 1970 Geborenen ≥ 18 Jahre, die nicht geimpft sind, nur eine Impfung als Kind erhalten haben oder bei denen der Impfstatus unklar ist
Hinweis!
Häufig liegt bei Erwachsenen, die vor 1970 (vor Beginn der allgemeinen MMR-Impfung) geboren
wurden, eine natürliche Immunität gegen Masern,
Mumps und Röteln vor.
Wer sollte nicht geimpft werden?
- Menschen mit sehr schlechter Abwehrlage, Schwangere sowie Menschen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß oder Neomycin – Antibiotikum (Medikament gegen bakterielle Infektionen) – dürfen nicht geimpft werden.
Nebenwirkungen/ Impfreaktionen
- Fieber
- Hautausschlag
- Übelkeit
- Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle
- Thrombozytopenie – Mangel an Blutplättchen im Blut
Impfstatus – Kontrolle von Impftitern
| Morbilli (Masern) |
Masern-IgG-ELISA | < 0,15 IU/ml | Kein ausreichender Impfschutz nachweisbar → Grundimmunisierung erforderlich |
| 0,15-0,20 IU/ml | Fraglicher Impfschutz → Auffrischung empfohlen | ||
| > 0,20 IU/ml | Ausreichender Impfschutz |
Postexpositionsprophylaxe
Unter einer Postexpositionsprophylaxe versteht man die Versorgung mit Medikamenten (bzw. Antiseren) zur Vermeidung einer Erkrankung bei Personen, die gegen eine bestimmte Krankheit nicht durch Impfung geschützt sind, dieser aber ausgesetzt waren:- Wird dieses Antiserum innerhalb von sechs Tagen nach Kontakt zu dem Erreger gegeben, so wird die Krankheit verhindert oder abgeschwächt
- Die Postexpositionsprophylaxe wird vor allem bei Säuglingen, die jünger als 12 Monate sind und Menschen mit Immunsuppression, die häuslichen Masern-Kontakt hatten durchgeführt












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