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Ursachen
Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

Eine Vielzahl von Erkrankungen kann eine Herzinsuffizienz auslösen – siehe unten unter Ursachen.

In Deutschland wird eine Herzinsuffizienz zu 90 % ausgelöst durch:

Alle Erkrankungen, die eine Herzschwäche auslösen, führen zu einer ständig erhöhten Belastung oder direkten Schwächung des Herzmuskels. Das Blut kann die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen. Durch die gesteigerte Freisetzung bestimmter Mediatoren – Botenstoffe, z. B. Adrenalin – versucht der Körper, die Herzleistung zu verbessern. Mit der Zeit nimmt die Empfindlichkeit des Herzens für diese Stoffe jedoch ab.

Andere Botenstoffe - wie beispielsweise Renin, Aldosteron - sollen die Ausscheidung von Flüssigkeit über die Niere hemmen, um den Blutdruck trotz schwacher Herzleistung aufrecht zu erhalten. Die vermehrte Flüssigkeitsmenge in den Blutgefäßen belastet das schwache Herz aber noch mehr. Das Herz nimmt, vergleichbar mit dem Muskel eines Sportlers, an Größe zu. Diese Größenzunahme schwächt das Herz aber noch weiter, da die Blutgefäße des Herzens nicht gleichermaßen mitwachsen und so keine optimale Sauerstoffversorgung gewährleistet ist. So entsteht ein Teufelskreis.

Männer und Frauen leiden häufig an unterschiedlichen Formen der Herzinsuffizienz:

  • Männer haben häufig eine Störung der systolischen Funktion, das heißt eine Unfähigkeit Blut aus dem Herzen zu pumpen.
  • Bei Frauen dagegen liegt eher eine Störung der diastolischen Form vor, das heißt eine Füllungsbehinderung des Herzen.
Beide Funktionsstörungen führen zur Symptomatik der Atemnot und der Belastungsintoleranz. Zur Unterscheidung dieser Krankheitsbilder wird eine Echokardiographie durchgeführt. In Abhängigkeit von der Art der Störung ist eine leitliniengerechte Behandlung erforderlich.

 

Folgende Ursachen können eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bedingen:

Verhaltensbedingte Ursachen

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Anämie* (Blutarmut)
  • Angeborene oder erworbene Herzfehler*
  • Atherosklerose* (Arteriosklerose, Arterienverkalkung)
  • Endokrinologische Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen – z. B. Diabetes mellitus*, Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) oder Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Entzündliche Herzerkrankungen* – Myokarditis (Herzmuskelentzündung), Endokarditis (Herzinnenhautentzündung), Perikarditis (Herzbeutelentzündung)
  • Herzklappenerkrankungen*
  • Herzrhythmusstörungen*
  • Hypertonie* (Bluthochdruck)
  • Kardiomyopathie* (Herzmuskelerkrankung)
  • Koronare Herzkrankheit*
  • Myokardinfarkt* (Herzinfarkt)
  • Niereninsuffizienz* (Nierenschwäche)
  • Vaskulitiden* – Gefäßentzündungen – und anderen Autoimmunerkrankungen
*Prognostisch relevante Faktoren; weitere prognostisch relevante Faktoren sind: Atemwegserkrankungen, Depression und maligne Erkrankungen
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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