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Ursachen
Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)

Bei der primären Hypertonie entsteht der erhöhte Blutdruck durch einen erhöhten Strömungswiderstand in den Gefäßen oder ein erhöhtes Herzzeitvolumen. Eine Ursache ist nicht nachweisbar. Man vermutet, dass mehrere Faktoren gemeinsam an der Einstellung des Blutdruckes mitwirken.
Bei der sekundären Hypertonie werden die hohen Blutdruckwerte durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst. Diese führen ebenfalls zu erhöhtem Widerstand im Gefäßsystem oder einen erhöhten Herzzeitvolumen.

Ursachen der primären Hypertonie

Biographische Ursachen

  • Genetische Belastungen durch Eltern, Großeltern
  • Alter – die Krankheitshäufigkeit des Blutdrucks steigt mit dem Alter an
  • Geschlecht – bei Frauen kommt es ab dem 60. Lebensjahr zu einem durchschnittlich höheren Blutdruck

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Ernährung
    - Fettreiche Ernährung (tierische Fette) – als Cofaktor
    - Konsum von rotem Fleisch
    - Hohe Aufnahme von Natrium und Kochsalz
    - Übermäßiger Lakritzekonsum
    - Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Mikronährstofftherapie
  • Genussmittelkonsum
    - Alkohol (Frau: > 20 g/Tag; Mann > 30 g/Tag)
    -
    Tabak (Rauchen)
  • Körperliche Aktivität
    - Körperliche Inaktivität
  • Psycho-soziale Situation
    - Stress
  • Übergewicht (BMI >= 25; Adipositas)

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Diabetes mellitus
  • Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörungen)

Ursachen der sekundären Hypertonie

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Akromegalie – endokrinologische Erkrankung, die durch eine Überproduktion des Wachstumshormons Somatotropin (STH) hervorgerufen wird, mit ausgeprägter Vergrößerung der Körperendglieder oder vorspringenden Teile des Körpers (Akren), wie beispielsweise Hände, Füße, Unterkiefer, Kinn, Nase und Augenbrauenwülste.  
  • Analgetika-Nephropathie – Nierenschäden nach überdosierter Einnahme von Schmerzmitteln
  • Aortenisthmusstenose – Einengung der Aorta (der Körperhauptschlagader) im Bereich des Aortenbogens
  • Chronische Pyelonephritis – Nieren-Nierenbecken-Entzündung
  • Conn-Syndrom (primärer Hyperaldosteronismus) – gehört in seiner klassischen (hypokaliämen) Form mit einer Häufigkeit von etwa 1 % zu den selteneren Ursachen des Bluthochdrucks; bis zu 10 % der Patienten mit Hypertonie haben allerdings einen normokaliämischen (normales Kalium) Hyperaldosteronismus [1]
  • Cushing-Syndrom – Nierenrindenüberfunktion mit erhöhten Cortisolwerten
  • Diabetische Nephropathie – Nierenerkrankung auf Grund einer Gefäßerkrankung bei Vorliegen eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Durchtrennung des Rückenmarks
  • Erhöhter Hirndruck
  • Glomerulonephritis – Nierenerkrankung, mit Entzündung der Nierenfilterchen (Glomeruli)
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)  
  • Myxödem – Wassereinlagerungen im Fettgewebe, vor allem im Rahmen einer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Niereninfarkt – Nierenschäden aufgrund von Durchblutungsstörungen
  • Nierenarterienstenose – Verengung der Nierenarterie
  • Phäochromozytom – meist gutartiger Tumor, der überwiegend von der Nebenniere ausgeht und zu Bluthochdruckkrisen führen kann
  • Polyarteriitis nodosa – Autoimmunerkrankung, mit Entzündung von Blutgefäßen (Arterien
  • Polyneuropathie – Erkrankung des peripheren Nervensystems mit Störungen der Sensibilität (Missempfindungen etc.)
  • Polyzythämia verakrankhafte Vermehrung von Blutzellen (insbesondere betroffen sind Erythrozyten, in geringerem Maße auch Thrombozyten und Leukozyten); stechender Juckreiz nach Kontakt mit Wasser (aquagener Pruritus)  
  • Zystennieren – abgekapselte Flüssigkeitsansammlungen in den Nieren

Labordiagnosen

  • Hypercalcämie – erhöhte Calciumwerte im Blut

Medikamente

  • Antikonzeptiva – Verhütungsmittel
  • Antirheumatika – Medikamente gegen rheumatische Erkrankungen
  • Ciclosporin – Medikament zur Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems) nach Organtransplantationen
  • Sympathomimetika – Medikamente, die das vegetative Nervensystem beeinflussen

Weitere Ursachen

  • Schwangerschaft

Literatur

  1. Reincke, Martin; Seiler, Lysann; Rump, Lars C
    Normokaliämischer primärer Hyperaldosteronismus
    Deutsches Ärzteblatt 100, Ausgabe 4 vom 24.01.2003, Seite A-184 / B-169 / C-165
     
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