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Prävention
Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)

Zur Prävention der primären Hypertonie muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.

Verhaltensbedingte Risikofaktoren

  • Ernährung
    - Fettreiche Ernährung (tierische Fette) – als Cofaktor
    - Konsum von rotem Fleisch
    - Hohe Aufnahme von Natrium und Kochsalz
    - Übermäßiger Lakritzekonsum
    - Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Mikronährstofftherapie
  • Genussmittelkonsum
    - Alkohol (Frau: > 20 g/Tag; Mann > 30 g/Tag)
    -
    Tabak (Rauchen)
  • Körperliche Aktivität
    - Körperliche Inaktivität
  • Psycho-soziale Situation
    - Stress
  • Übergewicht (BMI >= 25; Adipositas)

 Krankheitsbedingte Risikofaktoren

  • Diabetes mellitus
  • Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörungen)

Krankheitsbedingte Risikofaktoren

  • Akromegalie – hormonell bedingte Vergrößerung der Körperenden wie Händen und Füßen
  • Analgetika-Nephropathie – Nierenschäden nach überdosierter Einnahme von Schmerzmitteln
  • Aortenisthmusstenose – Einengung der Aorta (der Körperhauptschlagader) im Bereich des Aortenbogens
  • Chronische Pyelonephritis – Nierenbeckenentzündung
  • Conn-Syndrom (primärer Hyperaldosteronismus) – gehört in seiner klassischen (hypokaliämen) Form mit einer Häufigkeit von etwa 1 %
  • zu den selteneren Ursachen des Bluthochdrucks; bis zu 10 % der Patienten mit Hypertonie haben allerdings einen normokaliämischen (normales Kalium) Hyperaldosteronismus [1]
  • Cushing-Syndrom – Nierenrindenüberfunktion mit erhöhten Cortisolwerten
  • Diabetische Nephropathie – Nierenschäden durch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) verursacht
  • Durchtrennung des Rückenmarks
  • Erhöhter Hirndruck
  • Glomerulonephritis – Nierenerkrankung, mit Entzündung der Nierenfilterchen (Glomeruli)
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Myxödem – Wassereinlagerungen im Fettgewebe, vor allem im Rahmen einer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Nierenarterienstenose – Verengung der Nierenarterie
  • Niereninfarkt – Nierenschäden aufgrund von Durchblutungsstörungen
  • Polyarteriitis nodosa – Autoimmunerkrankung, mit Entzündung von Blutgefäßen (Arterien)
  • Phäochromozytom – meist gutartiger Tumor, der überwiegend von der Nebenniere ausgeht und zu Bluthochdruckkrisen führen kann
  • Polyneuropathie – Erkrankung des peripheren Nervensystems mit Störungen der Sensibilität (Missempfindungen etc.)
  • Polyzythämia vera – krankhafte Vermehrung von Blutzellen (insbesondere betroffen sind Erythrozyten, in geringerem Maße auch Thrombozyten und Leukozyten); stechender Juckreiz nach Kontakt mit Wasser (aquagener Pruritus)
  • Zystennieren – abgekapselte Flüssigkeitsansammlungen in den Nieren

Labordiagnosen – Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten

  • Hyperkalzämie – erhöhte Calciumwerte im Blut

Medikamente

  • Antikonzeptiva – Verhütungsmittel
  • Antirheumatika – Medikamente gegen rheumatische Erkrankungen
  • Ciclosporin – Medikament zur Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems) nach Organtransplantationen
  • Sympathomimetika – Medikamente, die das vegetative Nervensystem beeinflussen

Weitere Ursachen

  • Schwangerschaft

Literatur

  1. Reincke, Martin; Seiler, Lysann; Rump, Lars C
    Normokaliämischer primärer Hyperaldosteronismus
    Deutsches Ärzteblatt 100, Ausgabe 4 vom 24.01.2003, Seite A-184 / B-169 / C-165
     
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