Von Hypertonie (Synonyme: Arterieller Hochdruck;arterielle Hypertonie; Bluthochdruck; Hypertension; Hypertensive Krankheit; Hypertonie - arterielle; Hypertonus; essentielle Hypertonie; ICD-10: I10.- – Essentielle (primäre) Hypertonie) – umgangssprachlich Bluthochdruck genannt – spricht man, wenn der Blutdruck dauerhaft auf Werte von mehr als 140 mmHg systolisch und/oder mehr als 90 mmHg diastolisch erhöht ist.
20-25 % der Bevölkerung leiden unter Hypertonie, davon circa 85 % an der milden Form. Viele Betroffene wissen gar nichts von ihrer Erkrankung, andere werden nicht ausreichend oder gar nicht behandelt.
Der Blutdruck, den wir messen, entspricht dem Druck in den Arterien. Bei der Blutdruckmessung werden zwei verschiedene Werte gemessen: oberer – systolischer und unterer – diastolischer Blutdruckwert.
Der obere Wert entsteht durch die Kontraktion des Herzmuskels, der untere während der Erschlaffung des Herzmuskels. Der obere, systolische Wert entspricht dabei dem höchsten, der untere, diastolische Wert dem niedrigsten Druck in der Arterie.
Die Hypertonie kann in die folgenden Formen unterteilt werden
- Primäre (essentielle oder idiopathische) Hypertonie – bei dieser Form ist die Ursache nicht bekannt; 95 % der Hypertonien werden zu dieser Gruppe gezählt
- Sekundäre Hypertonie – bei dieser Form des Bluthochdrucks gibt es sehr viele mögliche Ursachen; meist liegen dann jedoch eine Störung der Hormonsekretion oder Nierenschäden vor; diese Form liegt bei circa 5 % der Allgemeinbevölkerung vor
- Isolierte systolische Hypertonie – bei dieser Form liegt der systolische Blutdruckwert über 140 mmHg liegt, während der diastolische Blutdruckwert im normalen Bereich liegt
- Hypertensive Krise – Erhöhung des Blutdrucks auf Werte von > 230/120 mmHg; hierbei treten keine Organschädigungen auf
- Maligne (bösartige) Hypertonie (hypertensiver Notfall) – der Blutdruck ist dauerhaft auf Werte > 230/120 mmHg erhöht und gleichzeitig treten durch die Hypertonie bedingte Organschädigungen auf. In diesem Fall muss umgehend eine medikamentöse Blutdrucksenkung durchgeführt werden
Wichtiger Hinweis!
Diastolische Blutdrucksteigerungen bei jüngeren Patienten sind ein ernstzunehmender Risikofaktor und weisen auf eine erhöhte Mortalität (Sterblichkeit) hin [1]
Literatur
- SundströmJ et al.: Association of blood pressure in late adolescence witrh subsequent mortality: cohort study of Swedish male conscripts.BMJ 2011, 342; d643 doi: 10.1136/bmj.d643












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