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Prävention
Reine LDL-Erhöhung (Hypercholesterinämie)

Zur Prävention der Hypercholesterinämie mit LDL-Erhöhung muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden

Verhaltensbedingte Risikofaktoren

  • Ernährung
    - Hohe Aufnahme von gesättigten Fettsäuren sowie von Cholesterin und Trans-Fettsäuren (10-20 g/Tag)
    - Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Mikronährstofftherapie
  • Genussmittelkonsum
    Alkohol (Frau: > 20 g/Tag; Mann > 30 g/Tag)
    -
    Tabak (Rauchen)
  • Körperliche Aktivität
    - Bewegungsmangel
  • Psycho-soziale Situation
    - Stress
     
  • Übergewicht (BMI >= 25; Adipositas)

Krankheitsbedingte Risikofaktoren, die das LDL erhöhen

  • Anorexia nervosa – Magersucht
  • Cholestase – Gallenstau
  • Hepatom – bösartiger Lebertumor
  • Hypothyreose – Schilddrüsenunterfunktion
  • Nephrotisches Syndrom – Sammelbegriff für Symptome, die bei verschiedenen Erkrankungen des Glomerulums (Nierenkörperchen) auftreten; Symptome sind: Proteinurie (Ausscheidung von Eiweiß mit dem Urin) mit einem Proteinverlust von mehr als 1 g/m²/Körperoberfläche pro Tag; Hypoproteinämie, periphere Ödeme durch eine Hypalbuminämie von < 2,5 g/dl im Serum, Hyperlipoproteinämie (Fettstoffwechselstörung)

Krankheitsbedingte Risikofaktoren, die das LDL erniedrigen

  • Chronische Infektionen
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Malabsorption – Störung in der Resorption (Aufnahme) der Nahrung im Darm
  • Malnutrition (Mangelernährung)
  • Schwere Leberkrankheiten wie Leberzirrhose – knotiger Umbau der Leber mit Funktionsverlust

Medikamente, die das LDL erhöhen

  • Carbamazepin (Antiepileptikum) – Medikament gegen Epilepsie (Krampfanfälle)
  • Ciclosporin (Synonym: Cyclosporin A) – Medikament zur Immunsuppression
  • Thiazide (Diuretikum) – Medikamente zur Entwässerung
Medikamente, die das LDL erniedrigen
  • Niacinintoxikation

Medikamente, die das VLDL erhöhen

  • Anionenaustauscher – Medikamente zur Fettsenkung (Lipidhemmer) wie beispielsweise Colestyramin; diese binden im Darm Gallensäuren und steigern deren Ausscheidung; der Körper gleicht diesen entstehenden Mangel aus und benötigt dazu Cholesterin
  • Glykokortikoide Medikamente gegen Entzündungen wie Cortison
  • HIV-Protease-InhibitorenMedikamente, die bei der HIV-Infektion gegeben werden
  • Retinolsäure (Derivat/ Abkömmling des Vitamins A)
Medikamente, die die Chylomikronen erhöhen
  • Isotretinoin Mittel gegen verschiedene Hauterkrankungen wie Akne oder Psoriais (Schuppenflechte)

Operationen

  • Orchidektomie – Entfernung der Hoden

Umweltbelastung – Intoxikationen (Vergiftungen)

  • Vergiftung mit Niacin – Nicotinsäure (Vitamin B3-Überdosierung)

Weitere Risikofaktoren

  • Schwangerschaft (LDL ↑)
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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