Beim Herpes-simplex- Virus (Synonyme: Entzündung durch Herpes simplex; Genitalherpes; HSV-1; HSV-2; Herpes genitalis; Herpes simplex Typ 1; Herpes simplex Typ 2; Herpes simplex labialis; Herpes simplex recidivans in loco; Herpes-Infektion; Herpesvirus-Infektion; Herpesvirus-Krankheit; Labialherpes; Rezidivierender Herpes simplex; ICD-10: B00.9 – Infektion durch Herpesviren, nicht näher bezeichnet) handelt es sich um einen Erreger aus der Gruppe der DNA-Viren.
Das Herpes simplex-Virus Typ 1 verursacht den Herpes labialis ("Lippenherpes") sowie verschiedene andere Infektionen im Kopfbereich. Dies kann zu Bläschenbildung an der Lippe (Herpes labialis), der Nase (Herpes nasalis), der Wange (Herpes buccalis, Herpes facialis), dem Augenlid oder anderen Körperstellen (Herpes corporis) führen.
Das Herpes simplex-Virus Typ 2 verursacht den Herpes genitalis und den Herpes neonatorum.
Die primäre Infektion (Gingivostomatitis) erfolgt meist im Kindesalter. Das Virus persistiert dann lebenslang im Körper und kann durch verschiedene Faktoren wieder zu Symptomen (Herpes labialis) führen.
Das Herpes simplex-Virus ist weltweit verbreitet.
Es wird durch engen Körperkontakt oder sexuellen Kontakt, meist über kleine Verletzungen im Lippen- bzw. im Genitalbereich übertragen.
Die Inkubationszeit – Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung – liegt bei der primären Infektion etwa zehn Tagen.
Die Durchseuchungsrate liegt bei bis zu 90 % beim Herpes labialis und bis zu 15 % beim Herpes genitalis.












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