Bei Verdacht auf hormonell-bedingten Haarausfall (Alopecia androgenetica)
Laborparameter 1. Ordnung – obligate Laboruntersuchungen
- Testosteron
- Androstendion
- Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEAS)
- Sexualhormonbindendes Globulin (SHBG)
- TSH – Schilddrüsen-stimulierendes Hormon
Bei Verdacht auf Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)
Laborparameter 1. Ordnung – obligate Laboruntersuchungen
- ANA – Auto-Ak (IgG) gegen Zellkernantigene (wgn. Ausschluss von Kollagenosen, insbesondere Dermatomyositis und Polymyositis)
- Lues-Serologie – wgn. Ausschluss einer Syphilis
- IgE – wgn. Ausschluss einer atopischen Erkrankung (Atopie)
- Vitamin B12 – wgn. Ausschluss einer perniziosen Anämie
- Anti-TPO – Autoantikörper gegen Thyroideaperoxidase (wgn. Ausschluss einer Hashimoto Thyreoditis)
Des Weiteren ist stets auch im Rahmen der Labordiagnostik das Eisen zu untersuchen: Dazu erfolgt eine Ferritin-Serumspiegel-Untersuchung.
Ferritin ist ein Transport- beziehungsweise Speicherprotein des menschlichen Körpers, das in der Lage ist, eine große Zahl von Eisenionen zu speichern. Der Ferritin-Serumspiegel ist somit ein Spiegelbild für den gesamten Eisenspeicher des Organismus.
Um eine Mangelernährung der Haarwurzeln auszuschließen, können zusätzlich folgende Vitamine, Spurenelemente oder Schadstoffe labordiagnostisch untersucht werden:
- Biotin
- Selen
- Zink
- Kupfer
- Arsen
- Blei
- Quecksilber
- Thallium
Ist keine hormonelle, Eisen- oder Mikronährstoff*-mangelbedingte Ursache für den Haarausfall auffindbar, handelt es sich entweder um einen medikamentös, erblich oder durch eine andere Grunderkrankung bedingten Haarausfall.












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