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Ursachen
Morbus Alzheimer

Die Ursache für Morbus Alzheimer ist unbekannt.
Diskutiert werden sowohl genetische und metabolische Störungen als auch Slow-Virus-Infektionen. Auch toxische, infektiöse und immunologische Faktoren werden als mögliche Ursachen in Betracht gezogen.

Im Gehirn betroffener Patienten lassen sich nach dem Tode mittels Obduktion Ablagerungen bestimmter Eiweißmoleküle nachweisen Amyloid-Plaques die die Leistungsfähigkeit der Nerven und die Erregungsübertragung mittels Transmittern negativ beeinflussen. Es ist bekannt, dass Hyperinsulinismus zu finden bei Diabetes mellitus, Typ II zu einem Anstieg von Beta-Amyloid im Blutplasma führt. Bei Morbus Alzheimer finden sich Ablagerungen von Amyloid im Gehirn. Es wird daher ein Zusammenhang zwischen Hyperinsulinismus und dem späteren Auftreten von Morbus Alzheimer angenommen.

Folgende Ursachen sind bei Morbus Alzheimer von Bedeutung:

Biographische Ursachen

  • Genetische Faktoren Verwandtschaft ersten Grades
  • Alter – exponentieller Anstieg des Erkrankungsrisikos
  • Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer
  • Hohes Alter der Mutter bei der Geburt über 32 Jahre
  • Niedriger Bildungsstand
  • Hormonelle Faktoren Östrogen-Mangel im Gehirn

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Ernährung
    -
    Aufnahme gesättigter oder trans-gesättigter Fette (die Fette kommen beispielsweise in Margarine vor).
    - Geringer Konsum von Früchten, Gemüse, Fisch und Omega-3-reichen Ölen führt bei Nicht-ApoE-Trägern zu einem erhöhten Risiko für Demenz und Morbus Alzheimer [4]. 
  • Genussmittelkonsum
    Alkohol  schon geringer Alkoholkonsum  Frauen < 20 g und Männer < 35 g pro Tag – wirkt neurodegenerativ! 
    - Tabak (Rauchen)
     [2]
  • Körperliche Aktivität
    - Geringe körperliche Aktivität
  • Psycho-soziale Situation
    -
    Psychosoziale Stressoren, die zu einer kognitiven Überforderung führen
  • Übergewicht (BMI >= 25; Adipositas)
Krankheitsbedingte Ursachen Labordiagnosen Laborparameter , die als unabhängige Risikofaktoren/Ursachen gelten Medikamente
  • Diuretika, Antiepileptika oder ACE-Hemmer – diese können zu einer Medikamenten-induzierte Hyponatriämie führen, mit der Folge einer sekundären Demenz

Literatur

  1. Vanhanen M, Koivisto K, Moilanen L, Helkala EL, Hanninen T, Soininen H, Kervinen K, Kesaniemi YA, Laakso M, Kuusisto J.
    Association of metabolic syndrome with Alzheimer disease: a population-based study.
    Neurology. 2006 Sep 12;67(5):843-7.
  2. Reitz C, den Heijer T, van Duijn C, Hofman A, Breteler MM
    Relation between smoking and risk of dementia and Alzheimer disease: the Rotterdam Study.

    Neurology. 2007 Sep 4;69(10):998-1005.
  3. Reiman EM, Webster JA, Myers AJ, Hardy J, Dunckley T, Zismann VL, Joshipura KD, Pearson JV, Hu-Lince D, Huentelman MJ, Craig DW, Coon KD, Liang WS, Herbert RH, Beach T, Rohrer KC, Zhao AS, Leung D, Bryden L, Marlowe L, Kaleem M, Mastroeni D, Grover A, Heward CB, Ravid R, Rogers J, Hutton ML, Melquist S, Petersen RC, Alexander GE, Caselli RJ, Kukull W, Papassotiropoulos A, Stephan DA.
    GAB2 alleles modify Alzheimer's risk in APOE epsilon4 carriers.
    Neuron. 2007 Jun 7;54(5):713-20.
  4. Barberger-Gateau P, Raffaitin C, Letenneur L, Berr C, Tzourio C, Dartigues JF, Alpérovitch A.
    Dietary patterns and risk of dementia: The Three-City cohort study.

    Neurology. 2007 Nov 13;69(20):1921-30.
     
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