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Ursachen
Depression
Bei einer Depression handelt es sich um eine seelische Erkrankung, die jedoch häufig nicht oder falsch erkannt wird. Die Ursache ist noch nicht sicher erkannt, es liegen wahrscheinlich jedoch mehrere Ursachen vor, die sich gegenseitig beeinflussen. So geht man davon aus, dass bei einer Depression eine genetische Komponente neben einer psychosozialen Belastung vorliegt. Des Weiteren geht man davon aus, dass es zu Gleichgewichtsstörungen bei den Neurotransmittern, hier vor allem Serotonin und Noradrenalin, kommt.

Nachfolgend Ursachen, die mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Depression einhergehen:

Biographische Ursachen

  • Familiäre Disposition
  • Geschlecht während circa 25 % erwachsener Frauen an einer Depression erkranken, sind nur circa 10 % aller erwachsenen Männer betroffen diese Unterschiede werden im mittleren und höheren Alter geringer; Suizidversuche sind bei Frauen häufiger als bei Männern; vollendete Suizide sind bei Männern, da sie gewaltsamere Methoden wählen, 2- bis 3-mal häufiger

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Ernährung
    - Trans-Fettsäuren – Trans-Fettsäuren erhöhen signifikant das Risiko an Depressionen zu erkranken [2]
    - Unter- und Fehlernährung
    - Mikronährstoff-Mangel (Vitalstoffe) – siehe Mikronährstoffmedizin
  • Genussmittelkonsum
    -
    Alkohol (Frau: > 40 g/Tag; Mann: > 60 g/Tag)
  • Psycho-soziale Situation
    - Einsamkeit im Alter –
    Alte Menschen leiden zwar nicht häufiger an Depressionen als junge Menschen, allerdings sind die depressiven Phasen im Alter länger andauernd und werden häufiger falsch behandelt
    - StressAkute Belastungen und Lebenskrisen – Dauerstress
  • Übergewicht (BMI >= 25; Adipositas) – bei einem BMI > 30 (Body-Mass-Index/Körpermassen-Index) ist die Prävalenz von Angststörungen und Depression doppelt so hoch

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Alkoholabhängigkeit
  • Apoplex (Schlaganfall)
  • Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD) jeder dritte Patient mit COPD hat Depressionen!
  • Diabetes mellitus
  • Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Hormonelle Imbalancen prämenstruelles Syndrom (PMS), Geburt, Menopause, Andropause
    (unter depressiven Männern, waren Männer mit erniedrigten Werten an freiem Testosteron dreimal häufiger vertreten als diejenigen mit normalen Testosteronwerten [1])

Literatur
  1. Almeida OP, Yeap BB, Hankey GJ, Jamrozik K, Flicker L.
    Low free testosterone concentration as a potentially treatable cause of depressive symptoms in older men.
    Arch Gen Psychiatry. 2008 Mar;65(3):283-9.
  2. Sánchez-Villegas A, Verberne L, De Irala J, Ruíz-Canela M, Toledo E, Serra-Majem L, Martínez-González MA. Dietary fat intake and the risk of depression: the SUN Project. PLoS ONE 2011;6(1):e16268. 
     
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