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Ursachen
Wechseljahre (Menopause)

Was geschieht in den Wechseljahren?

Die Produktion der Geschlechtshormone Östrogene und Progesteron in den Ovarien (Eierstöcken) nimmt in den Wechseljahren zunehmend ab. Nach der Menopause werden Östrogene nicht mehr durch die Ovarien, sondern ausschließlich durch das Fettgewebe gebildet. Daher kann die Östrogenbildung bei übergewichtigen Frauen in der Menopause gleich der von jungen Frauen in der fruchtbaren Phase sein! Es handelt sich dann aber mehr um Estron (Östron) als um Estradiol.

Die wichtigsten Östrogene sind Estradiol (Östradiol), Estron und Estriol (Östriol) diese sind unter anderem neben dem Progesteron wichtig für die Fertilität (Fruchtbarkeit) und damit für die Fortpflanzung. Des Weiteren schützen Östrogene vor Knochenschwund (Osteoporose) und vor Atherosklerose (Arteriosklerose, Arterienverkalkung), erhalten die Spannkraft der Haut und stärken das Immunsystem. Die nachlassende Tätigkeit der Eierstöcke führt so zunehmend zu einem bleibenden Hormonmangel, welcher sich in Wechseljahresbeschwerden äußert und weiterhin Erkrankungen wie Osteoporose (Knochenschwund) fördern kann.

Ursachen für das Klimakterium praecox können sein

Biographische Ursachen

  • Genetische Ursachen – familiäre Häufung; Ullrich-Turner-Syndrom (45,X oder ein 46,XX/45,X-Mosaik)

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Ernährung
    - Vegetarische Ernährung
  • Genussmittelkonsum
    - Tabak (Rauchen)

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Autoimmunerkrankungen – diese führen zur "autoaggressiven Verdauung" der Eierstöcke
  • Diabetes mellitus
  • Virusinfektionen – zum Beispiel Mumps in der Kindheit
Medikamente
  • Zytostatika (Substanzen, die das Zellwachstum bzw. die Zellteilung hemmen)

Röntgenstrahlen

  • Bestrahlung bei Tumorerkrankungen

Operationen 

  • Operative Eingriffe, die die Blutversorgung der Eierstöcke stören, wie beispielsweise eine Sterilisation durch Koagulation, das heißt "Verkochung" der Eileiter
Weitere Ursachen
  • Konsumierende Allgemeinerkrankungen, Tumorkachexie
Die Häufigkeit klimakterischer Beschwerden wird mit 50 bis 85 Prozent aller Frauen im Klimakterium angegeben. In 25 Prozent sind die Beschwerden sehr heftig, in 40 Prozent mittelstark. In fünf Prozent der Fälle ist die Befindlichkeitsstörung so stark, dass Arbeitsunfähigkeit eintritt.

Ursachen für verstärkte klimakterische Beschwerden können sein

Krankheitsbedingte Ursachen
  • Niedrige Östrogen-Serumspiegel mit gleichzeitig starken Schwankungen im Tagesablauf
Weitere Ursachen
  • Gesteigerte individuelle Empfindsamkeit des vegetativen Nervensystems
  • Körperbau und Konstitution – schlechte Gesamtverfassung des Organismus
  • Mangelhafte seelische Verarbeitung der klimakterischen Symptome
  • Negative psychische Einstellung zum Klimakterium und zur Sexualität allgemein
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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