Die Fructoseintoleranz (Synonyme: Fructoseintoleranz – hereditäre (HFI); Fructosemalabsorption; Fruchtzuckerunverträglichkeit; Fructosurie; Fructosämie; Fruktoseintoleranz; Fruktosemalabsorption; Fruktoseunverträglichkeit; Fruktosurie; Fruktosämie; HFI; Lebensmittelintoleranz; Nahrungsmittelintoleranz; ICD-10: E74.1 – Störungen des Fruktosestoffwechsels) ist eine Störung des Fructosestoffwechsels und kann in ihrem Auftreten sowohl vorübergehend als auch lebenslang sein.
Bei einigen wenigen Patienten ist die Stoffwechselstörung angeboren, man unterscheidet hier zwischen einer hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) mit einem Mangel an Fruktose-1-Phosphat-Aldolase B und einer essentiellen Fructosurie mit einem Mangel an Fructokinase. Bei anderen wiederum ist die Fructoseintoleranz durch eine gestörte Darmflora (Dysbiose) infolge chronischer Belastungen – langfristig falsche Ernährung, Umweltbelastungen, -gifte (z. B. Xenobiotika), Dauerstress, langfristige Einnahme von Medikamenten – bedingt, man spricht von einer erworbenen bzw. intestinalen Fructoseintoleranz (= Fructosemalabsorption).
Bei der Fructosemalabsorption handelt es sich um einen Defekt des Glucosetransporters GLUT 5, der zu einer inkompletten intestinalen Fructoseabsorption führt. In der Folge wird das Transportsystem im Dünndarm und damit die Resorption der Fructose (Fruchtzucker) gestört, indem Fructose nicht mehr durch den Dünndarm in die Blut- und Lymphbahnen transportiert werden kann. Infolgedessen leidet ungefähr die Hälfte der Betroffenen an unterschiedlich starken Beschwerden. Die Symptome sind weitaus milder im Vergleich zur erblichen Fructoseintoleranz und die verminderte Fructoseaufnahme lässt sich durch die gleichzeitige Einnahme von Glucose verbessern. Daher spricht man in diesem Fall von einer Malabsorption und nicht von einer Intoleranz.
Die Inzidenz (Häufigkeit der Neuerkrankung) der hereditären Fructoseintoleranz beträgt 1:20.000, die der essentiellen Fructosurie lediglich 1:130.000, während von der Fruktosemalabsorption etwa 30-40 % der Mitteleuropäer betroffen sind, davon rund die Hälfte mit Symptomen.












Arztsuche
Newsletter bestellen
DocMedicus Expertenrat




