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Glaukomvorsorge

Das Glaukom – auch Grüner Star genannt zählt zu den häufigsten Erblindungsursachen in unserem Kulturkreis.

Fünf Millionen Menschen in Deutschland haben einen erhöhten Augeninnendruck, 800.000 ein Glaukom und 50.000 sind von Erblindung bedroht.

Das Glaukom ist eine schleichende Erkrankung. Viele Menschen leiden darunter ohne es anfänglich zu wissen, da die Erkrankung meist völlig schmerzfrei ist. Erst bei einer bereits fortgeschrittenen Erkrankung entstehen spürbare Bildausfälle. Später verengt sich das Gesichtsfeld mehr und mehr, bis nur noch ein kleiner Ausschnitt des Bereiches zu sehen ist, den ein gesundes Auge überblickt.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung des Grünen Stars sollten erfolgen, wenn einer oder mehrere der folgenden Risikofaktoren vorhanden ist/sind

Biographische Risikofaktoren

  • Gehäuftes Auftreten von Glaukom in der Familie
  • Alter über 40 Jahre
  • Starke Kurzsichtigkeit (> 3 Dioptrien) und auch starke Weitsichtigkeit
  • Frühere Augenoperationen
  • Anatomische Augenveränderungen – beispielsweise flache vordere Augenkammer, Verengung oder Verlegung des sogenannten Kammerwinkels

Verhaltensbedingte Risikofaktoren

  • Rauchen
  • Sportarten wie Gewichtheben, welche zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks führen können 

Krankheitsbedingte Risikofaktoren

  • Schwere Entzündungen am Auge
  • Augenlinsenluxation Verlagerung der Augenlinse
  • Uveitis Entzündung der mittleren Augenhaut
  • Intraokulare Tumoren Geschwülste innerhalb des Auges
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck) oder Atherosklerose (Arterienverkalkung)
  • Diabetes mellitus

Medikamente

  • Langzeitbehandlung mit Cortison

Ursachen

Ein individuell erhöhter Augeninnendruck belastet den hoch empfindlichen Sehnerv, bis er schließlich abstirbt und das Sehvermögen erlischt.
Auch ein statistisch normaler Druck kann Ursache für ein Glaukom sein, wenn die Durchblutung des Sehnervs nicht ausreichend ist
hoher Blutdruck, sehr niedriger Blutdruck, Blutzuckererhöhung, Nikotin, Gefäßverengungen durch Kalkablagerungen, Alterungsprozesse.

Zwar können einmal entstandene Einschränkungen des Sehvermögens nicht mehr rückgängig gemacht werden, aber regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine rechtzeitige Behandlung durch den Augenarzt können helfen, den Schaden in den meisten Fällen zu vermeiden.

Die Verfahren

Zur Diagnostik des Glaukoms werden folgende diagnostische Verfahren eingesetzt:

  • Tonometrie (Augeninnendruckmessung)
  • Spaltlampenuntersuchung – allgemeine Beurteilung des Auges, insbesondere Beurteilung der Vorderkammertiefe als wegweisendem Parameter
  • Gonioskopie – Beurteilung des Trabekelwerks
  • Funduskopie (Synonym: Ophthalmoskopie) – Untersuchung des Augenhintergrundes, das heißt Beurteilung der Sehnervenpapille und des Nervus opticus
  • Perimetrie Objektivierung der Gesichtsfeldausfälle

Ihr Nutzen

Eine regelmäßige Glaukomvorsorge zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr alle 2 Jahre und ab dem 50. Lebensjahr jährlich ist erforderlich, um das Risiko eines grünen Stars zu vermeiden.

Ihr Augenlicht ist mit das Kostbarste, was Sie besitzen.

Helfen Sie mit und tragen Sie durch regelmäßige Vorsorge dazu bei, Ihre Augen so lange wie möglich gesund zu erhalten.


     
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