Zur Prävention des Grauen Stars muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.
Verhaltensbedingte Risikofaktoren
- Ernährung
- Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – die Augenlinse von gesunden Patienten zeigt im Vergleich zu Patienten mit einer Katarakt eine signifikant niedrigere Konzentration von Ascorbinsäure. Im Auge entstehen durch den ständigen Kontakt mit dem Sonnenlicht freie Radikale, die durch Ascorbinsäure neutralisiert werden, wodurch eine Oxidation von empfindlichen Proteinen verhindert wird. Eine Supplementation von 300-600 mg Vitamin C pro Tag vermindert das Risiko einer Katarakt um den Faktor vier – siehe Mikronährstofftherapie - Genussmittelkonsum
- Tabak (Rauchen) [1, 2]
- Als Komplikation bei anderen Augenerkrankungen – z.B. Iridozyklitis (Entzündung von Iris und Ziliarkörper), Glaukom (grüner Star), Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut)
- Stoffwechselerkrankungen – z.B. Galactosämie – wenn diese nicht bereits von Kindheit an durch galactosefreie Diät behandelt wird, kann sich ein Katarakt entwickeln; bei Diabetes mellitus (sogenannter Cataracta diabetica), Hypothyreose
- Verletzungen des Augapfels – z.B. Contusio bulbi, Augapfelperforation
- Hypokalzämie (erniedrigte Calciumkonzentration im Blut) – sogenannter Cataracta tetanica
- Glucocorticoide Umweltbelastung
- Einwirkung elektromagnetischer Energie – Blitzstar
- Strahlenexposition – Strahlenkatarakt, z. B. bei intensiver Sonneneinstrahlung (UV-A, UV-B, Infrarotstrahlung) oder Infrarotstrahlung – z. B. Glasbläser
- Thermische Einflüsse – Feuerstar (Infrarotstrahlung)
Weitere Risikofaktoren
- Fremdkörper oder äußere Verletzungen der Augenlinse
Literatur
- Deutsches Krebsforschungszentrum
Tabakatlas Deutschland 2009. Heidelberg
http://www.tabakkontrolle.de/pdf/Tabakatlas_2009.pdf (abgerufen am 20.11.2009) - Secretan B, Straif K, Baan R et al. (2009)
A review of human carcinogens – Part E: tobacco, areca nut, alcohol, coal smoke, and salted fish.
Lancet Oncol, 10, 1033-1034











Arztsuche
Newsletter bestellen
DocMedicus Expertenrat




